Schamottestein, der

Alternative SchreibungSchamottstein
GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungScha-mot-te-stein ● Scha-mott-stein
WortzerlegungSchamotteStein
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

feuerfester Stein aus Schamotte, besonders zum Auskleiden von Öfen; Ofenstein
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schamotte · Schamottstein
Schamotte f. auch Schamott m. ‘feuerfester Ton’. Chamotte „ist eine gebrannte pulverisierte Thonmasse, welche man aus den Kapseln gewinnt, in denen Gegenstände, vornehmlich Porcellan, gebrannt wurden“ Helfft Encyklopäd. Wb. d. Landbaukunst 1 (1836) 68, dann auch Charmotte. Herkunft ungeklärt; auf Grund der Lautgestalt zu vermutende Anknüpfungen an das Frz. oder Ital. finden sich nicht. Krause in: Wörter u. Sachen 19 (1938) 158 verweist auf lat. chāma, chēmē, griech. chḗmē (χήμη) ‘Gienmuschel’, zu griech. chá͞inein (χαίνειν) ‘gähnen, klaffen’, da der Tonmasse zur Härtung zerriebene Muschel- und Porzellanteile zugesetzt würden. Schamottstein m. (1. Hälfte 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Feuerfestziegel · Schamottestein

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In großen Stahlkästen, deren Wandung mit Schamottesteinen und deren Boden mit Kohleplatten ausgelegt ist, läßt man einen Lichtbogen zwischen Kohleelektroden und Boden überspringen.
Langenbeck, Wolfgang: Lehrbuch der Organischen Chemie, Dresden: Steinkopff 1938, S. 22
Gebaut werden viele Kamine inzwischen nicht mehr mit den klassischen Schamottesteinen, sondern mit Vermikulite, einem Material aus der Raumfahrt.
Der Tagesspiegel, 30.11.2003
Zitationshilfe
„Schamottestein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Schamottestein>, abgerufen am 22.10.2019.

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