Satiriker, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Satirikers · Nominativ Plural: Satiriker
Aussprache
WorttrennungSa-ti-ri-ker (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

Verfasser von Satiren, satirischer Schriftsteller
Beispiele:
die berühmten Satiriker des Altertums, Horaz und Juvenal
Der Satiriker ist ein gekränkter Idealist [TucholskyDeutschland11]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Satire · satirisch · Satiriker
Satire f. ‘kritische, mit Ironie, Komik und humoristischer Überspitzung (gesellschaftliche) Mißstände verspottende Dichtung oder Darstellung’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. satira ‘Gedicht, in dem menschliche Torheiten verspottet werden, Spottgedicht’, eigentlich (älter) satura (lanx) ‘den Göttern alljährlich dargebrachte Fruchtschüssel’, übertragen ‘Allerlei’; dann auch in der Schreibweise spätlat. satyra, in Anlehnung an lat. Satyrus (griech. Σάτυρος) ‘Satyr’ (Gefährte des Bacchus), wonach (bis ins 18. Jh.) nhd. Satyre, Satyra. Dafür in dt. Übersetzung Spottgedicht, Strafgedicht, -schrift. satirisch Adj. ‘spöttisch, beißend’ (16. Jh.), Satiriker m. ‘wer Satiren verfaßt, Spötter’ (18. Jh.), lat. satiricus.

Thesaurus

Synonymgruppe
Ironiker · ↗Sarkast · Satiriker · ↗Spottdrossel · ↗Spottvogel · ↗Spötter · ↗Zyniker
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Cartoonist Dramatiker Entertainer Feuilletonist Humorist Idealist Ironiker Kabarettist Karikaturist Kinderbuchautor Kolumnist Komiker Lyriker Moralist Parodist Poet Polemiker Romancier Spötter Zeichner begabt begnadet beißend bissig brillant meistgelesen römisch scharfsinnig scharfzüngig singend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Satiriker‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In manchen Ländern sind Satiriker überflüssig - die Regierung macht sich selbst lächerlich.
Tange, Ernst Günter: Zitatenschatz zur Politik, Frankfurt a. M.: Eichborn 2000, S. 35
Dieser war als beißender Satiriker, aber auch als begabter Maler berühmt.
Die Welt, 14.04.2000
Und ich dachte, es muß schwer sein, wie ein freischaffender Satiriker auszusehen.
Der Tagesspiegel, 08.02.1999
Seltsamerweise wird dem Satiriker im Fernsehen eine ähnlich großzügige Auslegung seines Freiraumes nicht immer zuteil.
Loriot [d.i. Vicco von Bülow]: Sehr verehrte Damen und Herren ..., Zürich: Diogenes 1993, S. 124
Als Satiriker trifft er oft den Nagel auf den Kopf.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 2. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 1557
Zitationshilfe
„Satiriker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Satiriker>, abgerufen am 19.04.2019.

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