Salbe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Salbe · Nominativ Plural: Salben
Aussprache
WorttrennungSal-be (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Salbe‹ als Letztglied: ↗Augensalbe · ↗Borsalbe · ↗Brandsalbe · ↗Frostsalbe · ↗Glyzerinsalbe · ↗Hautsalbe · ↗Heilsalbe · ↗Schnupfensalbe · ↗Schutzsalbe · ↗Schwefelsalbe · ↗Sommersprossensalbe · ↗Wundsalbe · ↗Zinksalbe
eWDG, 1974

Bedeutung

aus Fetten oder fettfreien streichfähigen Stoffen bestehendes Hautpflegemittel, besonders Arzneimittel für die äußerliche Anwendung
Beispiele:
Salben rühren, zubereiten
eine wohlduftende, fettarme, wasserhaltige Salbe
eine Salbe gegen Hautkrankheiten, zum Kühlen von Brandwunden
sich mit Salbe einreiben
umgangssprachlich sich mit Salbe einschmieren
Salbe auftragen
Salbe auf die Wunde streichen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Salbe · salben · Salbung · salbungsvoll
Salbe f. ‘schmierbares, fettreiches Hautarzneimittel’, ahd. salba f. und salb n. (8. Jh.), mhd. salbe ‘Salbe, Salböl’, asächs. salƀa, mnd. mnl. salve, nl. zalf, aengl. salf, sealf(e), engl. salve (westgerm. *salbō f.) führen mit den außergerm. Bezeichnungen aind. sarpíḥ ‘zerlassene Butter’, griech. élpos (ἔλπος) ‘Öl, Talg, Fett’, ólpē, ólpis (ὄλπη, ὄλπις) ‘Ölflasche’, alban. gjalpë ‘Butter’ auf ie. *selp- ‘Fett (Butter, Schmalz)’. Vom Substantiv abgeleitet salben Vb. ‘mit Salbe einschmieren, mit geweihtem Öl bestreichen’, ahd. salbōn (8. Jh.), mhd. salben, asächs. salƀon, mnd. mnl. salven, nl. zalven, afries. salvia, aengl. s(e)alfian, engl. to salve, got. salbōn. Salbung f. ‘das Einschmieren mit Salbe, das Bestreichen mit geweihtem Öl, das Geweiht-, Gesalbtwerden’, ahd. salbunga (8. Jh.), mhd. salbunge. salbungsvoll Adj. ‘übertrieben feierlich, weihevoll’ (18. Jh.).

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Balsam · ↗Creme · ↗Paste · Salbe  ●  ↗Krem  alte Schreibung bis 2011 · ↗Kreme  alte Schreibung bis 2011
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auftragen Augentropfen Creme Dragee Einreibung Gel Hautkrankheit Hustensaft Lotion Pflaster Pille Puder Pulver Saft Sitzbeschwerde Tablette Tinktur Tropfen Verbandszeug Zäpfchen auftragen bestreichen cortisonhaltig desinfizierend einreiben kühlend lindernd schmerzstillend schmieren wohlriechend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Salbe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Besonders wichtig ist die ständige konsequente Pflege der meist zu trockenen Haut mit Salben.
Der Tagesspiegel, 17.08.2003
Der Bürger sieht weiße Salbe, mit der das Schwarze Loch übertüncht werden soll.
Bild, 17.03.1998
Bei besonders empfindlicher Haut empfiehlt es sich immer, eine besonders geeignete Salbe vom Arzt verschreiben zu lassen.
Bundesverband d.dt. Standesbeamten e.V. (Hg.), Hausbuch für die deutsche Familie, Frankfurt a. M.: Verl. f. Standesamtwesen 1956, S. 60
Ich sehnte mich nach einem Winkel zum Schlafen und einer hilfreichen Salbe.
Loest, Erich: Völkerschlachtdenkmal, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1987 [1984], S. 11
Gleich nachdem ich die Salbe das erste Mal aufgelegt hatte, hat sie mir sehr wohl getan.
o. A.: Heumann-Heilmittel, o. O.: [1936], S. 130
Zitationshilfe
„Salbe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Salbe>, abgerufen am 20.10.2019.

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