Rose, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rose · Nominativ Plural: Rosen
Aussprache
WorttrennungRo-se (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Rose‹ als Erstglied: ↗Rosenbalsam · ↗Rosenbeet · ↗Rosenblatt · ↗Rosenblüte · ↗Rosenbukett · ↗Rosenbusch · ↗Rosenduft · ↗Rosenessenz · ↗Rosenfeld · ↗Rosengallwespe · ↗Rosengarten · ↗Rosengebinde · ↗Rosenhag · ↗Rosenhain · ↗Rosenhecke · ↗Rosenhochzeit · ↗Rosenholz · ↗Rosenknospe · ↗Rosenkohl · ↗Rosenkranz · ↗Rosenkultur · ↗Rosenkäfer · ↗Rosenlaube · ↗Rosenliebhaber · ↗Rosenlikör · ↗Rosenmond · ↗Rosenmontag · ↗Rosenquarz · ↗Rosenrondell · ↗Rosenspalier · ↗Rosenstock · ↗Rosenstrauch · ↗Rosenstrauß · ↗Rosenverkäufer · ↗Rosenzeit · ↗Rosenzucht · ↗Rosenöl · ↗Röschen · ↗Röslein · ↗rosenfarben · ↗rosenfarbig · ↗rosenfingerig · ↗rosenfingrig · ↗rosenrot
 ·  mit ›Rose‹ als Letztglied: ↗Alpenrose · ↗Buschrose · ↗Christrose · ↗Fensterrose · ↗Gesichtsrose · ↗Gürtelrose · ↗Heckenrose · ↗Heiderose · ↗Kletterrose · ↗Kornrose · ↗Lutherrose · ↗Pfingstrose · ↗Seerose · ↗Stockrose · ↗Teerose · ↗Teichrose · ↗Wasserrose · ↗Weihnachtsrose · ↗Windrose · ↗Wundrose
 ·  formal verwandt mit: ↗Buschwindröschen · ↗Dornröschen
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
stachliger Zierstrauch mit gefiederten Blättern und bei den veredelten Sorten mit oft angenehm duftenden, großen gefüllten Blüten in vielen Farben
Beispiele:
eine wilde, veredelte, hochstämmige Rose
Rosen kaufen, pflanzen, beschneiden, abdecken, okulieren
die Rosen haben dieses Jahr sehr unter dem Frost gelitten
die Rosen haben viele neue Triebe angesetzt, blühen vom Juni bis in den späten Herbst
das Heideröschen ist eine wild wachsende Rose
die Rose rankt sich am Spalier empor
2.
Blüte von 1
siehe auch Röschen
Beispiele:
rote, gelbe, weiße, dunkle Rosen
eine stark duftende, langstielige Rose
eine aufbrechende, knospende, blühende, frisch aufgeblühte Rose
Rosen abschneiden, kaufen, zu einem Strauß zusammenbinden, in die Vase stellen
Rosen blühen, duften, verblühen, welken
ein Strauß Rosen
eine künstliche Rose aus Wachspapier, Kunststoff
die Röschen der Heckenrose leuchteten zartrosa aus dem kräftigen Grün des Busches hervor
schön wie eine Rose
Röslein, Röslein, Röslein rot, / Röslein auf der Heiden [GoetheHeidenrösl.]
bildlich
Beispiele:
umgangssprachlich nicht auf Rosen gebettet sein (= ein schweres Leben haben)
sprichwörtlich keine Rose ohne Dornen (= keine Freude, kein Glück ist ungetrübt)
3.
übertragen Dinge, die einer Rose äußerlich ähnlich sind
a)
Architektur Fensterrose
b)
Jägersprache unterer, kranzförmig verdickter Teil der Stangen bei Hirsch und Reh
c)
Jägersprache rote Haut um die Augen bei Auerwild und Birkwild
d)
Medizin entzündliche Infektionskrankheit der Haut
Beispiel:
eine gefährliche Rose am Fuß
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rose · rosig · Rosenkranz · Rosengarten · Rosenkohl
Rose f. in vielen Arten und Sorten kultivierter Zierstrauch mit bestachelten Zweigen sowie seine (meist duftende) vielblättrige Blüte, ahd. rōsa (9. Jh.), mhd. rōse, mnd. rōse, rūse, mnl. rōse, nl. roos, aengl. rōse, engl. rose (vgl. anord. rōs aus dem Aengl. oder Mnd.) sind Entlehnungen der Klostersprache (nach dem 6. Jh.) aus einem vlat. *rōsa, mit gedehntem ō aus lat. rosa, das sich seinerseits vielleicht in den in Italien gelegenen griechischen Kolonien über Zwischenstufen aus gleichbed. griech. rhódon (ῥόδον) entwickelt hat. Dessen ursprüngliche Form *Ϝρόδον ist wohl wie armen. vard ‘Rose’ aus altiran. *u̯ṛda- hervorgegangen. In übertragenem Sinne steht Rose für eine infektiöse Entzündung der Haut, motiviert durch rote Färbung (17. Jh., zuvor dafür Antoniusfeuer). Für ‘Geweihansatz’ ist Rose seit dem Ende des 17. Jhs. bezeugt. rosig Adj. ‘von zarter rosaroter Farbe’, übertragen ‘angenehm, hoffnungsvoll, schön’, mhd. rōsic, ahd. rōsag (11. Jh.). Rosenkranz m. Kette aus Perlen oder Kugeln unterschiedlicher Größe in der Abfolge bestimmter zu sprechender Gebete sowie die dafür festgelegte Gebetsreihe, Übersetzung (15. Jh., gleichsam ‘Rosengirlande, mit der man das Bildnis Mariens schmückt’, vgl. mhd. rōsenkranz ‘Kranz aus Rosen’) für gleichbed. kirchenlat. (mlat.) rosarium (lat. rosārium ‘Rosengarten, Rosenhecke’). Rosengarten m. ahd. rōsgarto, mhd. rōse(n)garte. Rosenkohl m. (um 1800, landschaftlich wohl älter), benannt nach den als Gemüse verwendeten rosenförmigen Blattachsenköpfchen.

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Rose [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
  • Blume  ●  Blühtrieb  fachspr. · blühender Trieb  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dorn Duft Flugblatt Gerbera Kranz Lilie Nachtigall Nelke Orchidee Rose Strauß Tulpe Vase betten blühen blühend duften duftend dunkelrot gelb golden langstielig regnen rot schmücken silbern tätowiert weiß züchten überreichen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rose‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn wir schon bei Rot sind - stellt Ihnen Ihr Mann immer noch jeden Morgen Rosen ans Bett?
Bild, 02.06.2004
Vor den großen Fenstern blühen prachtvolle Rosen, und der Service ist unaufdringlich, aber kompetent.
Der Tagesspiegel, 30.06.2001
Mitten auf dem Platz stand eine alte Frau mit einem Korb voll Rosen.
Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 1493
Sie drehte die entblätterte Rose immer schneller zwischen den Fingern.
Frapan, Ilse: Arbeit. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 5255
Die Rosen sind zugedeckt, die letzten Blätter hängen matt auf den Bäumen und grauer Nebel verhüllt den Wald.
Brief von Wilhelm Busch an Nanda Keßler vom 21.11.1903. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1903], S. 20544
Zitationshilfe
„Rose“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Rose>, abgerufen am 18.10.2019.

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