Rom

GrammatikEigenname
Aussprache
Wortbildung mit ›Rom‹ als Erstglied: ↗Römer1
eWDG, 1974

Bedeutungen

Hauptstadt Italiens
historisch Hauptstadt des römischen Imperiums
Beispiele:
Rom, die Ewige Stadt
das alte Rom
sprichwörtlich Rom ist auch nicht an einem Tage erbaut worden (= es bedarf längerer Zeit, bis sich etw. entwickelt hat oder bis es zustande gebracht ist)
sprichwörtlich viele Wege führen nach Rom (= es gibt viele Methoden, ein bestimmtes Ziel zu erreichen)

Thesaurus

Synonymgruppe
Hauptstadt von Italien · Rom  ●  Ewige Stadt  ugs. · Stadt der sieben Hügel  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Schlacht an der Milvischen Brücke · Schlacht bei Saxa Rubra

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit dem Frieden im Juni müssen die Roma um ihr Leben fürchten.
Die Zeit, 02.02.2000, Nr. 05
Allein deshalb ist es schon schwer, nur von einer der Roma zu sprechen.
Der Tagesspiegel, 27.07.1996
Schon vor diesem Zeitpunkt sind in Rom wichtige Entscheidungen gefallen.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 3843
Unmittelbar nach 1600 kehrte er für immer nach Rom zurück.
Damerini, Adelmo: Cavalieri. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1952], S. 16800
Ich habe es oft schmerzlich empfunden - am meisten in Rom.
Goldmark, Karl: Erinnerungen aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 29231
Zitationshilfe
„Rom“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Rom#1>, abgerufen am 21.10.2019.

Weitere Informationen …

Rom, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Roms · Nominativ Plural: Roma · wird meist im Plural verwendet
Die Pluralform Roma wird fälschlicherweise häufig auch für den Singular (als Maskulinum oder Femininum) verwendet; dazu wird oft eine inkorrekte Pluralform Romas gebildet.
Herkunftaus Řomromani ‘Angehöriger des Volkes der Roma’, das auf romromani ‘Mann’ zurückgeht; weitere Herkunft unsicher
Wortbildung formal verwandt mit: ↗Romni
DWDS-Vollartikel, 2018

Bedeutung

Angehöriger einer im Mittelalter ursprünglich wohl aus dem nordwestlichen Indien eingewanderten Volksgruppe, die heute jeweils als Minderheit in verschiedenen, vor allem europäischen Ländern, besonders Ost- und Südosteuropas, lebt und überwiegend die gemeinsame Sprache Romani teilt
Die Selbstbezeichnung Rom (meist im Plural in der Paarformel Sinti und Roma) wird im heutigen, besonders im öffentlichen Sprachgebrauch anstelle des häufig als diskriminierend angesehenen Ausdrucks Zigeuner verwendet.
siehe auch Sinto
Beispiele:
Als homogene Volksgruppe existieren die schätzungsweise neun Millionen europäischen Roma nicht. Sie haben keine gemeinsame Kultur und sprechen […] – falls ohnehin nicht nur die offizielle Sprache ihres Heimatlands – sehr unterschiedliche Dialekte des Romani. […] [Spiegel, 29.10.2013 (online)]
Jasarovski gehört zur Minderheit der Roma, eine der am stärksten diskriminierten Gruppen Europas. »Für mich war der Weg zur Universität nicht vorgezeichnet«, sagt er. Trotzdem hat er sein Germanistik-Studium in Deutschland mit einer glatten Eins abgeschlossen[…]. [Spiegel, 08.04.2011 (online)]
Natascha Winter vom […] Vorstand der Sinti Allianz empfindet […] die Verwendung des Begriffs »Roma« als Oberbegriff für die von den Nationalsozialisten ermordeten Menschen als »Ausgrenzung« anderer Volksgruppen: »[…] Es gibt noch andere Zigeunervölker wie Sinti, Manusch oder Kalé, die ebenfalls verfolgt und ermordet wurden.« [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.05.2006]
Der Rom im [rumänischen] Kulturministerium, Vasile Ionescu, hat es schwer, »Tzigani mej«, seine Zigeuner, für seine Kulturprojekte, Seminare und Symposien zu begeistern. [Süddeutsche Zeitung, 25.08.1995]
Die Zigeuner, die vor fast sechs Jahrhunderten nach Deutschland […] einwanderten, bezeichnen sich selbst als »Sinti« […]. Dagegen nennen sich die Zigeuner, die seit dem 19. Jahrhundert aus Ost- und Südeuropa nach Deutschland kamen, »Roma«. [o. A. [ri]: Sinti und Roma. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000. Zitiert nach: Süddeutsche Zeitung, 11.11.1985. orig: Süddeutsche Zeitung, 11.11.1985]
Phrasem:
Sinti und Roma (= Bezeichnung der gesamten Bevölkerungsgruppe)
Beispiele:
Minderheitenrechte für Dänen, Friesen, Sinti und Roma stehen in der Verfassung [Schleswig-Holsteins] […]. [Die Zeit, 05.05.2017, Nr. 19]
Sinti und Roma kommen ursprünglich aus dem Nordwesten Indiens. Ihre Vorfahren haben Indien vor 1300 in mehreren unabhängigen Gruppen verlassen. Heute verteilen sich drei große Gruppen über Europa: die Roma in Osteuropa, die Sinti in Mittel- und Westeuropa sowie die Calé auf der Iberischen Halbinsel. [Spiegel, 23.10.2003 (online)]
Von Mai bis Oktober dient der Platz an der Potsdamer Chaussee als provisorischer Stellplatz für die großen Wohnwagen von Sinti und Roma. [Berliner Zeitung, 02.05.2000]
Als Roma bezeichnet sich […] die große Mehrheit der europäischen Zigeuner. […] In der Bundesrepublik hingegen hat sich seit 1979 weitgehend die Bezeichnung »Sinti und Roma« durchgesetzt. [o. A. [ri]: Sinti und Roma. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000. Zitiert nach: Süddeutsche Zeitung, 11.11.1985. orig: Süddeutsche Zeitung, 11.11.1985]
Drei Viertel der deutschen und über die Hälfte der österreichischen Sinti und Roma wurden Opfer der NS-Rassenpolitik. [Der Spiegel, 25.05.1981, Nr. 22]

Thesaurus

Synonymgruppe
Hauptstadt von Italien · Rom  ●  Ewige Stadt  ugs. · Stadt der sieben Hügel  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Schlacht an der Milvischen Brücke · Schlacht bei Saxa Rubra
Zitationshilfe
„Rom“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Rom#2>, abgerufen am 21.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Rollzeit
Rollwiderstand
Rollwerk
Rollweg
Rollwäsche
Romadur
Roman
romanartig
Romanausschnitt
Romanautor