Rivale, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Rivalen · Nominativ Plural: Rivalen
Aussprache
WorttrennungRi-va-le (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Rivale‹ als Erstglied: ↗Rivalin · ↗rivalisieren  ·  mit ›Rivale‹ als Letztglied: ↗Erzrivale · ↗Hauptrivale · ↗Lokalrivale · ↗Stadtrivale
eWDG, 1974

Bedeutung

jmd., der mit jmdm. um etw., jmdn. rivalisiert
Beispiele:
ein ebenbürtiger, überlegener, mächtiger, erbitterter, gefährlicher Rivale
sein Rivale hatte bessere Zeugnisse vorzuweisen und erhielt deshalb die Stellung
die Jury sprach ihm den ersten, seinem Rivalen den zweiten Preis zu
sein schärfster Rivale vertrat in der Diskussion den entgegengesetzten Standpunkt
er besiegte, bezwang, schlug seinen Rivalen beim Stabhochsprung
die Fußballelf war ihrem Rivalen (= der gegnerischen Mannschaft) nicht gewachsen
wirtschaftliche Rivalen (= Gegner im Konkurrenzkampf), Rivalen auf dem Weltmarkt
Zugleich sollte Preußens Rivale, Österreich ... aus diesem neuen Reiche hinausgedrängt werden [BebelAus meinem Leben62]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rivale · rivalisieren · Rivalität
Rivale m. ‘Nebenbuhler, Mitbewerber, Gegenspieler’ (zunächst in der Liebe), Entlehnung (17. Jh.) von gleichbed. mfrz. frz. rival, das seinerseits zurückgeht auf lat. rīvālis ‘Nebenbuhler’, eigentlich ‘Mitberechtigter an einer Wasserrinne, Kanalnachbar’ (der mit einem anderen das Anrecht an einem Wasserlauf teilt), Substantivierung von lat. rīvālis ‘zum Bach, zum Wasserlauf gehörig’; zu lat. rīvus ‘Bach, Wassergraben, Kanal’. Im Dt. zunächst Rival (Sing.) bzw. Rival(e), Rivals (Plur.), erst seit dem 19. Jh. Rivale (wohl aus dem Plur.). rivalisieren Vb. ‘sich mitbewerben, wetteifern, konkurrieren’ (2. Hälfte 18. Jh.), frz. rivaliser. Rivalität f. ‘Nebenbuhlerschaft, Konkurrenz’ (Ende 18. Jh.), latinisierend nach frz. rivalité, vgl. lat. rīvālitās (Genitiv rīvālitātis).

Thesaurus

Politik
Synonymgruppe
Antagonist · ↗Feind · ↗Gegenspieler · ↗Gegner · ↗Konkurrent · ↗Konterpart · ↗Kontrahent · ↗Neinsager · ↗Opponent · Rivale · ↗Widerpart · ↗Widersacher  ●  ↗Frondeur  franz. · ↗Sparringspartner  fig.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Konkurrent · ↗Mitbewerber · ↗Nebenbuhler · Rivale

Typische Verbindungen
computergeneriert

Duell Rennbahn Vorsprung Zarenhof arg ausschalten aussichtsreich ausstechen beid besiegen ebenbürtig einstig erbittert ernsthaft ernstzunehmend ewig innerparteilich langjährig nehmend parteiintern potentiell republikanisch rheinisch scharf texanisch ungeliebt unterlegen verblieben verhaßt überholen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rivale‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch immer wenn er selbst gewann, landete auch sein Rivale einen Sieg.
Die Zeit, 02.04.2009, Nr. 11
Ein möglicher Sieg ohne den überlegenen Rivalen hätte nur minderen Wert.
Der Tagesspiegel, 27.12.2004
In diesem Spiel scheinen Ihre Rivalen aber weitaus stärker zu sein als Sie.
Der Spiegel, 27.01.1997
Aber meist führt auch dann noch der Weg dahin durch harte Kämpfe mit den Rivalen.
Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation - Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen Bd. 2, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1992 [1939], S. 188
Anderswohin aber, zu unseren Rivalen, lassen wir diese Dinge nicht ausführen.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 24062
Zitationshilfe
„Rivale“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Rivale>, abgerufen am 19.04.2019.

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