Rezension, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rezension · Nominativ Plural: Rezensionen
Aussprache
WorttrennungRe-zen-si-on
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Rezension‹ als Erstglied: ↗Rezensionsexemplar  ·  mit ›Rezension‹ als Letztglied: ↗Buchrezension · ↗Filmrezension · ↗Theaterrezension
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
kritische Besprechung, Beurteilung einer wissenschaftlichen oder künstlerischen Leistung in einer Zeitschrift oder Zeitung, im Rundfunk oder Fernsehen
Beispiele:
eine kurze, ausführliche Rezension des Werkes, Gedichtes, der Theateraufführung
in den Fachzeitschriften werden laufend Rezensionen veröffentlicht
2.
Wissenschaft kritische Bearbeitung aller vorhandenen Überlieferungen eines Textes, um eine möglichst originalgetreue Fassung herzustellen
Beispiel:
die Rezension gehört zu einem wesentlichen Bestandteil der Textkritik
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rezensieren · Rezension · Rezensent
rezensieren Vb. ‘(in einer Zeitung, Zeitschrift) würdigen, kritisch besprechen’ (2. Hälfte 17. Jh.), zuvor vereinzelt ‘auf-, erzählen’ (um 1600), entlehnt aus lat. recēnsēre ‘(Stück für Stück, Mann für Mann) sorgfältig prüfen, mustern, durchzählen, mit Worten durchmustern, der Reihe nach hererzählen, kritisch durchmustern, besprechen’, mlat. auch ‘erzählen, schildern’; vgl. lat. cēnsēre ‘begutachten, schätzen, taxieren, (nach Prüfung aller Umstände) der Meinung sein, (an)raten, beschließen’ (s. ↗zensieren). Rezension f. ‘beurteilende Anzeige, kritische Würdigung, Besprechung, Kritik’ einer Neuerscheinung (Ende 17. Jh.); vgl. lat. recēnsio (Genitiv recēnsiōnis) ‘Musterung’ (durch einen Zensor). Rezensent m. ( 18. Jh.); vgl. lat. recēnsēns (Genitiv recēnsentis), Part. Präs. zu lat. recēnsēre (s. oben).

Thesaurus

Kunst
Synonymgruppe
Besprechung · ↗Durchsicht · ↗Einschätzung · ↗Kritik · Rezension · ↗Urteil · kritische Würdigung  ●  ↗Beurteilung  Hauptform
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aussatz Bibliographie Buch Essay Feuilleton Glosse Leseprobe Literaturbeilage Literaturbericht Neuerscheinung Reportage Rezension abgedruckt anerkennend ausführlich begeistert enthusiastisch erschienen ganzseitig gesammelt hymnisch lobend nebenstehend untenstehend verfassen vernichtend wohlwollend zustimmend Überschrift überschreiben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rezension‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch hier war ein berühmter Schriftsteller mit einer begeisterten Rezension behilflich, diesmal in der Zeit.
Süddeutsche Zeitung, 09.02.2001
Und doch wird mir diesmal nur eine dieser verhaßten subjektivistischen Rezensionen gelingen.
Der Tagesspiegel, 18.10.1997
Vorgestern bekam ich vom Verlag die ersten vier Rezensionen meines Buches zugeschickt.
Goldt, Max: Ein Leben auf der Flucht vor der ‚Koralle’. In: ders., Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker, Zürich: Haffmans 1994, S. 83
Und eben das gilt auch für die Rezensionen historischer und politischer Bücher.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 441
Auf die teilweise sehr eindringlichen und gehaltvollen Rezensionen kann hier leider nicht näher eingegangen werden.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1934, S. 255
Zitationshilfe
„Rezension“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Rezension>, abgerufen am 20.04.2019.

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