Reputation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Reputation · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungRe-pu-ta-ti-on
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

veraltend Ruf, Ansehen
Beispiele:
seine Reputation einbüßen, aufs Spiel setzen, verlieren
Reputation haben
auf Reputation bedacht sein
jmdn. um seine Reputation bringen
mehr als einer ... hat sich lieber kassieren lassen, als einen königlichen Befehl ausgeführt, der ihm wider Ehre und Reputation ging [MehringLessing-Legende361]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Reputation · reputierlich
Reputation f. ‘Ansehen, Ruf, Würde’, entlehnt (16. Jh.) aus frz. réputation ‘guter Ruf’, lat. reputātio (Genitiv reputātiōnis) ‘Anrechnung, Erwägung, Betrachtung’, zu lat. reputāre ‘an-, zurechnen, erwägen, bedenken’. Daraus hervorgegangenes frz. réputer ‘jmdn. für etw. halten’ entwickelt die Bedeutung ‘über jmdn. Gutes verbreiten’, das zugehörige Substantiv frz. réputation entsprechend ‘guter Ruf’. reputierlich Adj. ‘achtbar, ehrbar, einen guten Namen habend’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(guter) Ruf · ↗Ansehen · ↗Bild · ↗Image · ↗Leumund · ↗Namen · ↗Prestige · ↗Renommee · Reputation · ↗Stellung
Assoziationen
  • (ein) (hohes) Ansehen genießen · ↗anerkannt · geachtet werden · geschätzt werden · ↗namhaft · ↗profiliert · ↗renommiert  ●  (einen) guten Leumund haben  variabel · (einen) guten Namen haben  variabel · (einen) guten Ruf genießen  variabel · (einen) guten Ruf haben  variabel · (einen) guten Ruf zu verlieren haben  variabel · (einen) guten Ruf zu verteidigen haben  variabel · (gut) angesehen sein  variabel · (sein) Name hat (in bestimmten Kreisen) einen guten Klang  variabel · in einem guten Ruf stehen  variabel · (sich) eines guten Ruf(e)s erfreuen  geh. · bestbeleumdet  geh. · gut beleumdet  geh., variabel · gut beleumundet (sein)  geh., variabel
  • Achtung · ↗Ansehen · ↗Autorität · ↗Bedeutung · ↗Einfluss · ↗Geltung · ↗Hochachtung · ↗Prestige · ↗Renommee · ↗Wertschätzung · ↗Würdigung  ●  ↗Standing  engl.
  • (seinen ) Ruf nicht aufs Spiel setzten (wollen) · einen Ruf zu verlieren haben
  • (einen) schlechten Ruf (haben) · (jemandem / einer Sache) haftet ein schlechter Ruf an · ↗Imageproblem  ●  die Bösen sein  ugs., fig.
  • Diffamierung · ↗Herabwürdigung · ↗Rufschädigung · ↗Schmähung · ↗Verleumdung · ↗Verunglimpfung  ●  ↗Diffamation  geh. · ↗Diffamie  geh.
  • (das) Gesicht wahren · (die) Würde wahren
  • (große) Bekanntheit erlangen · (großes) Ansehen erlangen (mit) · (großes) Ansehen gewinnen · (sich) (großes) Ansehen erwerben (mit) · bekannt werden (mit)  ●  (sich) einen Namen machen (mit / durch)  Hauptform

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fachbereich Finanzplatz Forschungsleistung Glaubwürdigkeit Studiendauer angekratzt angeschlagen aufgebaut aufpolieren außenpolitisch beschädigen einbüßen erlangen exzellent fachlich genießen gewachsen international lädieren ramponieren ruinieren schaden schädigen tadellos verschaffen verspielen wiederherstellen wissenschaftlich zurückgewinnen zweifelhaft

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Reputation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Steigerung der persönlichen Reputation als Politiker ist sehr viel wert.
Der Tagesspiegel, 06.03.2000
Solche Zahlen sind der Reputation des Standes nicht eben nützlich.
Süddeutsche Zeitung, 25.02.1998
Einst verhalf uns diese »Milch« wirklich zu einer denkwürdigen Art von Reputation.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Deren schlechte Reputation schien geradezu notwendig zu sein, damit sich die mythisch überhöhte Gestalt des »Führers« um so strahlender vor braunem Hintergrund abheben konnte.
Ranke, Winfried: Propaganda. In: Enzyklopädie des Nationalsozialismus, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 107
Aber nicht nur in der Zahl, auch in der Reputation können sie mit den Angehörigen anderer Gewerbe nicht mithalten.
Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 130
Zitationshilfe
„Reputation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Reputation>, abgerufen am 22.04.2019.

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