Replik, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Replik · Nominativ Plural: Repliken
Aussprache
WorttrennungRe-plik (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Replik‹ als Grundform: ↗replizieren
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
gehoben Entgegnung, Erwiderung
Beispiele:
eine geschliffene, glänzende, treffende Replik
Aber ob ein kleiner Leutnant mit dieser Replik Glück gehabt hätte? [Bergengr.Rittmeisterin328]
Christian, der sich schon während der letzten Repliken im Zimmer hin und her bewegt hatte, räumte endlich den Kampfplatz [Th. MannBuddenbrooks1,598]
Jura Gegenrede des Klägers auf die Verteidigung des Beklagten
Beispiel:
Die Replik des Staatsanwaltes nötigte jeden Hörer, auf gründlich berichtigte Auffassungen zu schließen [H. MannZeitalter298]
2.
Kunstgeschichte genaue Wiederholung eines Kunstwerkes durch den Künstler selbst
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

replizieren · Replik
replizieren Vb. ‘entgegnen, erwidern’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. replicāre ‘auseinanderfalten, aufrollen (eine Schrift)’, spätlat. (in der Rechtssprache) ‘überdenken, einwenden’; zu lat. plicāre ‘falten, wickeln’. Replik f. ‘Erwiderung, Gegenrede’ (anfangs repli(c)k, replica, repliq, 16. Jh.), entlehnt (unter Einfluß von frz. réplique) aus gleichbed. mlat. replica; vgl. lat. replicātio ‘das Wiederaufrollen’, spätlat. (rechtssprachlich) ‘Erwiderung’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Antwort · ↗Auskunft · ↗Entgegnung · ↗Erwiderung · Gegenbemerkung · ↗Gegenrede · ↗Reaktion · ↗Responsion · ↗Rückmeldung · Rückäußerung · ↗Widerrede  ●  ↗Konter  ugs. · Replik  fachspr.
Unterbegriffe
  • Melderegisterauskunft  ●  Meldeauskunft  österr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Kopie · ↗Nachbau · ↗Nachbildung · Replik · ↗Replikation · ↗Reproduktion  ●  ↗Ektypus  geh., griechisch · Gleichstück  geh. · ↗Replika  fachspr. · ↗Replikat  fachspr.
Unterbegriffe
  • billiger Abklatsch · müder Abklatsch · schlechte Kopie
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Duplik Gartenhaus Höhle Kopie Original Replik Statue anfertigen bezeugen bissig blitzend detailgetreu eigenhändig exakt geharnischt harsch ironisch nostalgisch originalgetreu polemisch sarkastisch scharf schlagfertig spitz trotzig vergrößert verkleinert witzig wütend zornig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Replik‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun, in seinen späteren Jahren, spielt er die Replik darauf.
Süddeutsche Zeitung, 02.10.2003
Für die Schärfe dieser Replik gibt es nur zwei Erklärungen.
Die Zeit, 27.01.1958, Nr. 04
Man hat doch etwas auf eine schöne Replik gegeben, man hat sich ins Zeug gelegt, um brillant zu sein.
Hofmannsthal, Hugo von: Der Schwierige. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1917], S. 10557
Von der Großen H. existieren etwa 30, von der Kleinen etwa 49 Repliken.
o. A.: Lexikon der Kunst - H. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 17002
Eine gewisse Chance zu massenwirksamer Replik bot noch die Zeitschrift Konkret.
o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 444
Zitationshilfe
„Replik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Replik>, abgerufen am 20.09.2019.

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