Repertoire, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Repertoires · Nominativ Plural: Repertoires
Aussprache
WorttrennungRe-per-toire
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Repertoire‹ als Erstglied: ↗Repertoirestück  ·  mit ›Repertoire‹ als Letztglied: ↗Handlungsrepertoire · ↗Standardrepertoire · ↗Verhaltensrepertoire
eWDG, 1974

Bedeutung

Auswahl von dramatischen oder musikalischen Werken, die einstudiert sind und jederzeit gespielt oder vorgetragen werden können
Beispiele:
der Künstler, das Theater hat, bietet ein anspruchsvolles, dürftiges, vielseitiges Repertoire
der ›Freischütz‹ hat einen festen Platz im Repertoire unserer Bühne
Chopins Etüden gehören zum Repertoire dieser Pianistin
übertragen Bereich von Leistungen
Beispiel:
der Zeichenautomat ... der Kreise, Bögen, Ellipsen und gerade Linien in seinem Repertoire hat [Urania1956]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Repertoire n. ‘Gesamtheit von einstudierten dramatischen oder musikalischen Werken, Rollen, die jederzeit aufgeführt bzw. vorgetragen werden können, Spielplan’, Übernahme (um 1800) von gleichbed. frz. répertoire, eigentlich ‘Inventarverzeichnis, Register’; nach spätlat. repertōrium ‘Verzeichnis’ (eigentlich ‘Ort des Findens’), zu lat. reperīre (repertum) ‘wiederauffinden, finden, antreffen’; vgl. lat. perīre ‘ganz weggehen, verlorengehen’, īre ‘gehen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bestand · Repertoire · ↗Vorrat
Unterbegriffe
  • Arsenal · Waffen-Repertoire · ↗Waffenarsenal · Waffenvorrat
  • Befehlsrepertoire · ↗Befehlssatz · Befehlsvorrat
  • Zeichenmenge · Zeichenrepertoire · Zeichenvorrat

Typische Verbindungen
computergeneriert

Klassiker Oper Opernhaus Song Staatsballett abspulen bereichern breit breitgefächert erweitern fest gefächert gehören gestisch gängig klassisch klassisch-romantisch musikalisch reich reichhaltig romantisch sinfonisch symphonisch traditionell umfangreich umfassen unerschöpflich vorklassisch weitgespannt zeitgenössisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Repertoire‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Am Repertoire wird er, so hoffen wir, seitdem doch gearbeitet haben.
Die Welt, 23.04.2003
Er geht auf sie ein, er paßt sein Repertoire ihren individuellen Erwartungen an.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 179
Obwohl die meisten inzwischen auf CD greifbar sind, gehört keine zum festen Repertoire.
Der Tagesspiegel, 25.04.2001
In der Beschränkung auf ein kleines Repertoire erreichte sie eine sehr beeindruckende Wirkung.
Fath, Rolf: Personen - B. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 3899
Neben dem klassisch-romantischen Repertoire widmete sich R. auch zeitgenössischen Werken.
o. A.: R. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 2629
Zitationshilfe
„Repertoire“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Repertoire>, abgerufen am 14.11.2019.

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