Reizker, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Reizkers · Nominativ Plural: Reizker
Aussprache
WorttrennungReiz-ker
eWDG, 1974

Bedeutung

artenreicher Blätterpilz mit milchartigem Saft, der bei Verletzung des Fruchtkörpers austritt, Milchling
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Reizker m. Der Name des Speisepilzes stammt aus dem Süden des westslaw.-dt. Kontaktgebiets. Der nhd. k-Laut macht eine Entlehnung aus obsorb. nsorb. ryzyk (zu ryzy ‘fuchsrot’, nach dem ziegelroten Milchsaft) wahrscheinlich, die über die omd. Siedlungsmundarten vorzugsweise Sachsens und Schlesiens (hier die früheste dt. Bezeugung in der Form risig, 1425) in die Literatursprache gelangt und noch von der nhd. Diphthongierung erfaßt wird, vgl. Reißken, Reisgen (16. Jh.) und Reißke f. (Adelung 1789). Inlautendes -z- zeigen zuerst mnd. rytzken Plur. (1492) und ostd. Mundartformen (18. Jh., seitdem auch Endung -er); in der mykologischen Fachterminologie steht Reizker heute konkurrenzlos. Vgl. K. Müller in: ZfSl. 14 (1969) 545 ff.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Voriges Jahr um diese Zeit haben wir jede Menge Pilze gefunden, Maronenröhrlinge, Egerlinge, Steinpilze, Echte Reizker, sogar ein rehbrauner Scheidenstreifling war dabei.
Die Zeit, 20.06.2011, Nr. 25
Pilze sind durchweg verseucht, vor allem Butter- und Milchpilze, echte Reizker, Birkenreizker.
Die Zeit, 24.11.1989, Nr. 48
Zitationshilfe
„Reizker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Reizker>, abgerufen am 25.06.2019.

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