Reep, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Reep(e)s · Nominativ Plural: Reepe
Aussprache
eWDG, 1974

Bedeutung

Seemannssprache Seil, Schiffstau
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Reif1 · Reep · Reifen
Reif1 m. ‘ringförmiges Schmuckstück bzw. Spielzeug’, ahd. reif ‘Seil, Strick’ (8. Jh.), ‘Ring, Kreis’ (um 800), mhd. reif ‘Seil, Strick, Streifen, Band, Fessel, Ring, Gebinde, Faß’, mnd. rēp ‘Seil, Tau, Strick’, mnl. nl. reep, aengl. rāp, engl. rope, anord. reip, schwed. rep, got. in skaudaraip ‘(Schuh)riemen’ (germ. *raipa-) gehört vermutlich im Sinne von ‘abgerissener, abgeschnittener Streifen’ mit den unter ↗reffen (s. d.) angeführten Formen zu ie. *reip-, einer Labialerweiterung der unter ↗Rain, ↗reif, ↗Reihe (s. d.) genannten Wurzel ie. *rei- ‘ritzen, reißen, schneiden’. Die Bedeutung ‘Seil, Tau’ bewahrt nd. Reep n. vgl. Fallreep (s. ↗fallen) und Reeperbahn (eigentlich ‘Seilerbahn, langer Platz, wo Seile hergestellt werden’). Reifen m. ‘ringförmiges eisernes Faßband, die Felge umgebender, meist aus luftgefülltem Gummischlauch und Decke bestehender Teil eines Rades an Fahrzeugen, zur Gymnastik oder als Kinderspielzeug dienender Ring’ (18. Jh.), mit der Endung -en aus den schwach flektierten Formen von (ahd. mhd. stark flektiertem) ↗Reif (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Haltetau · ↗Seil · ↗Strick · ↗Tau · ↗Trosse  ●  Reep (marit.)  fachspr.
Unterbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zu den traditionellen Techniken zählt die Seilerei auf der Reeperbahn, die nach dem niederdeutschen Word "Reep" (Seil) benannt ist.
Die Welt, 04.09.1999
Zitationshilfe
„Reep“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Reep>, abgerufen am 16.10.2019.

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