Redundanz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Redundanz · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungRe-dun-danz · Red-un-danz (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Redundanz‹ als Erstglied: ↗redundanzfrei  ·  mit ›Redundanz‹ als Grundform: ↗redundant
eWDG, 1974

Bedeutung

Wissenschaft Vorhandensein von überflüssigen, für die Information nicht notwendigen Elementen in einer Nachricht
Beispiele:
die Redundanz dieses Textes ist sehr groß
seine Mitteilungen besitzen eine große Redundanz
die Redundanz braucht bei der Nachrichtenübermittlung nicht berücksichtigt zu werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

redundant · Redundanz
redundant Adj. ‘mehrfach, überflüssig’, Übernahme (20. Jh.) von engl. redundant (in engl. Redewendungen bereits im 19. Jh. mehrfach in dt. Texten), eine Entlehnung von lat. redundāns (Genitiv redundantis) ‘überströmend, überflüssig’, Part. Präs. von lat. redundāre ‘übertreten, überströmen, an etw. Überfluß haben’; vgl. lat. unda ‘Welle, Woge’ und s. ↗re-. Redundanz f. ‘überflüssige Information’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Langatmigkeit · Redundanz · ↗Weitschweifigkeit
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Doppelaussage · ↗Pleonasmus · Redundanz · ↗Tautologie
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Maß Wiederholung abbauen bloß einbauen eliminieren ermüdend erzeugen gelegentlich gewiss vermeiden verringern vierfach zeitlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Redundanz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Art der Redundanz schützt jedoch nur vor Ausfällen der Hardware.
C't, 2000, Nr. 13
In anderen Sprachen ist das nicht viel anders; im Deutschen ist die Redundanz noch höher.
Die Zeit, 13.04.1962, Nr. 15
Redundanz dagegen kann zu einer Sicherung gegen Störungen ausgenutzt werden.
Bauer, Friedrich L. u. Goos, Gerhard: Informatik, Berlin: Springer 1971, S. 44
Funktionsorientierung ist zugleich Form der Erzeugung von Redundanz, also von Sicherheit.
Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 405
Der Aufwand der Inhaltsanalyse ist wegen der Verarbeitung von Redundanz und der problementsprechenden Ordnung der Aussagen wesentlich höher als der der Befragung.
Hauschildt, Jürgen: Entscheidungsziele, Tübingen: Mohr 1977, S. 264
Zitationshilfe
„Redundanz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Redundanz>, abgerufen am 18.07.2019.

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