Rasur, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rasur · Nominativ Plural: Rasuren
Aussprache
WorttrennungRa-sur
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Rasur‹ als Letztglied: ↗Elektrorasur · ↗Intimrasur · ↗Nassrasur · ↗Trockenrasur
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
das Rasieren, besonders der Barthaare
Beispiele:
eine nasse, trockene, elektrische Rasur
die tägliche Rasur
die Batterie für den Trockenrasierer reicht für etwa dreißig Rasuren
2.
Schrifttilgung
a)
das Radieren, Tilgen von etw. Geschriebenem, Gedrucktem
b)
die ausradierte Stelle
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rasieren · Rasur
rasieren Vb. ‘den Bart scheren, die Barthaare abschneiden’. Im Dreißigjährigen Krieg wird das Verb im Sinne von ‘niederreißen, zerstören, (Festungswerke) dem Erdboden gleichmachen, schleifen’ entlehnt aus frz. raser ‘scheren, glatt abschneiden, darüber hinstreichen, streifen, dem Erdboden gleichmachen, schleifen’, das über gleichbed. afrz. raser auf vlat. *rāsāre zurückgeht, eine Intensivbildung zu lat. rādere (rāsum) ‘kratzen, schaben, reinigen, glattmachen, abscheren’ (s. ↗radieren, ↗rasant). Ebenfalls in der 1. Hälfte des 17. Jhs. (geläufig seit dem 18. Jh.) begegnet rasieren (wohl gefördert durch früher bezeugtes Rasur, s. unten) für ‘das Barthaar, den Bart wegnehmen’, älteres ↗barbieren und ↗scheren (s. d.) zurückdrängend. Rasur f. ‘das Rasieren der Barthaare, Schrifttilgung, radierte Stelle in einer Schrift’, aus lat. rāsūra ‘das Schaben, Kratzen, Glattmachen’, spätlat. ‘das Abscheren (von Haar und Bart), die auf dem Kopfe geschorene Stelle, Tonsur’, zu lat. rādere (s. oben); im Dt. zunächst ‘Haarschur’ (15. Jh.), ‘Auskratzung von Schrift(zeichen)’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Rasur [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bart Barthaar Frisur Haarschnitt frisch glatt gründlich morgendlich perfekt sanft täglich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rasur‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Zeit drängt, und etwas länger dauert es bei ihnen morgens neuerdings ja auch, ein paar Minuten, so lange brauchen sie für ihre Rasur.
Süddeutsche Zeitung, 16.11.2002
Vielleicht war die Rasur seines Bartes vor drei Jahren so ein Zeichen.
Bild, 04.09.2000
Auch beim Rasieren, so hieß es, habe es damals geklappt, eine Rasur ohne Rückstände.
Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 311
Die dunklen Schatten an Kinn und Wangen glänzten nach der Rasur.
Degenhardt, Franz Josef: Die Abholzung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1985], S. 80
Trotz seiner tadellos sitzenden Kleidung und der frischen Rasur machte er einen übernächtigten Eindruck.
Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 276
Zitationshilfe
„Rasur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Rasur>, abgerufen am 14.10.2019.

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