Rabatz, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Rabatzes · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungRa-batz (computergeneriert)
HerkunftHerkunft unsicher
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp lärmende Ausgelassenheit
Beispiel:
mit viel Rabatz zogen die Kinder durch die Straßen
Rabatz machenungestümen Lärm, Geschrei machen
Beispiel:
seid still, Kinder, macht nicht solchen Rabatz!
übertragen Rabatz machenlaut seinen Unwillen, Protest äußern
Beispiele:
wenn das noch einmal vorkommt, werde ich Rabatz machen
es gab einen großen Rabatz (= laut geäußerten Unwillen, Protest) unter den Studenten, als die Verordnung erlassen wurde
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rabatz m. ‘Unruhe, Krawall’ (20. Jh.), Nomen actionis zum Verb (omd., berlin.) rabatzen ‘unruhig, geschäftig sein, lärmen, toben’ mit seinen landschaftlichen Varianten rabastern, rabasteln, rabaschen, rabanzen, die alle um eine Silbe erweiterte Streckformen zu ranzen, frühnhd. rantzen ‘ungestüm hin und her springen’ (15. Jh.) anzusehen sind, ihrerseits (den Suffixbildungen auf germ. -atja, ahd. -az(z)en, -ezen, -izen folgend) abgeleitet von mhd. rangen ‘sich hin und her bewegen’ (s. ↗Range).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gedröhn · ↗Gedröhne · ↗Getöse · ↗Krach  ●  ↗Lärm  Hauptform · Gerumse  ugs. · Rabatz  ugs. · ↗Radau  ugs. · ↗Trara  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Aufruhr · ↗Krawall · ↗Lärm · Rabatz · ↗Randale · ↗Spektakel · ↗Tumult · ↗Unruhe  ●  ↗(die) Welle  ugs. · ↗Aufstand  ugs. · ↗Terz  ugs. · ↗Theater  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann müssen die Städte Rabatz schlagen, wie es das noch nicht gegeben hat.
Süddeutsche Zeitung, 10.05.2003
Oder sie durchstreifen die Stadt, lüstern auf den Rabatz; sie grölen, obwohl sie gar nicht so viel getrunken haben.
Die Zeit, 18.09.1958, Nr. 38
Mit Nazi-Kunst hat das nichts zu tun, trotzdem wird es Rabatz geben, da bin ich sicher.
Der Tagesspiegel, 08.09.2000
Das bedeutete für die einen Pelz und Stolen, für die anderen Rabatz und Mätzchen.
konkret, 1985
Er sollte durch den Türspalt in so manche Rentnerstube gesehen und die vielen Gründe für Rabatz wie auch für Totenstille aufs Korn genommen haben.
Schröter, Heinz: Ich, der Rentnerkönig, Genf: Ariston 1985, S. 9
Zitationshilfe
„Rabatz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Rabatz>, abgerufen am 24.10.2019.

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