Pudding, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Puddings · Nominativ Plural: Puddinge/Puddings
Aussprache
WorttrennungPud-ding
HerkunftEnglisch
Wortbildung mit ›Pudding‹ als Erstglied: ↗Puddingform · ↗Puddingpulver  ·  mit ›Pudding‹ als Letztglied: ↗Brotpudding · ↗Fischpudding · ↗Fleischpudding · ↗Gemüsepudding · ↗Grießpudding · ↗Karamellpudding · ↗Reispudding · ↗Schokoladenpudding · ↗Vanillepudding
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
kalte Süßspeise, die aus Stärkemehl oder Grieß, Milch, Zucker und verschiedenen Gewürzen zubereitet wird, Flammeri
Beispiele:
als Nachtisch gab es Pudding mit Himbeersaft
den erkalteten Pudding stürzen
umgangssprachlich, scherzhaft er ist hart wie Pudding (= er gibt leicht nach)
übertragen
Beispiel:
salopp auf den Pudding hauen (= heftig aufbegehren)
2.
Speise aus Mehl, Milch, Eiern, Butter und wahlweise Brot, Fleisch, Fisch oder Gemüse
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pudding m. ‘(im Wasserbad gekochtes) Gericht aus Mehl, Fleisch, Fisch oder Gemüse’, auch ‘eine Art Serviettenkloß’, dann ‘Kuchen, Süßspeise mit Früchten und Mandeln’, in neuerer Zeit vornehmlich ‘(kalt servierte) Mehlsüßspeise’, Übernahme (Ende 17. Jh.) von gleichbed. engl. pudding, auch ‘Wurst’ (vgl. black pudding ‘Blutwurst’); vorauf geht mengl. poding, puddyng ‘Wurst, Magen, Eingeweide’. Herleitung aus afrz. bodin ‘Wurst’ (frz. boudin ‘Blutwurst, Wulst’), das nach FEW 1, 420 ff. ein lautmalendes bod- ‘Aufgedunsenes, Wulstiges’ zur Grundlage hat, vgl. afrz. bodine ‘Nabel, Bauch’, frz. bedaine ‘Bauch, Wanst’, mfrz. frz. bouder ‘schmollen’ u. a., ist nicht gesichert. Zahlreiche frühe Varianten wie Püdding, Poding, Potting, Boding lassen auf mündliche Übernahme schließen. Die heute übliche Form tritt seit 1720 auf und bezeichnet zunächst einen in einem Leinentuch gekochten Mehlkloß.

Thesaurus

Synonymgruppe
Brei · ↗Creme · ↗Mus · Pudding · breiige Masse  ●  ↗Pampe  derb
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Apokalypse Backpulver Braten Creme Dessert Gebäck Joghurt Keks Kuchen Käse Marmelade Nachspeise Nachtisch Pizza Pudding Quark Rosine Salat Schokolade Schüssel Speiseeis Suppe Wand gekocht kochen löffeln nageln schmecken wackeln zubereiten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pudding‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielleicht sehen wir ja am Ende auch schon aus wie ein Pudding.
Süddeutsche Zeitung, 20.10.1998
Es wurde ein leicht zu bereitender kalter Pudding für heute ausgesucht.
Viersbeck, Doris: Erlebnisse eines Hamburger Dienstmädchens. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 8111
Noch warmer Pudding läßt sich schlagen, sonst das Getränk elektrisch mixen.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 208
Der Frau wird zur Last gelegt, im März des vergangenen Jahres das Mädchen mit einem massiv versalzenen Pudding getötet zu haben.
Die Welt, 05.03.2005
Wie ich die Puddings steif halten soll, damit er mit Genuß zu essen ist.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 13.03.1942, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Pudding“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Pudding>, abgerufen am 16.10.2019.

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