Provokation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Provokation · Nominativ Plural: Provokationen
Aussprache
WorttrennungPro-vo-ka-ti-on
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Provokation‹ als Letztglied: ↗Grenzprovokation · ↗Kriegsprovokation
eWDG, 1974

Bedeutung

abwertend Aufreizung zu unbedachten Handlungen, Herausforderung, Aufwiegelung
Beispiele:
eine dreiste, beleidigende, politische Provokation
die Provokationen des Gegners abwehren
auf eine Provokation antworten
wer waren die Hintermänner dieser Provokation?
Die Streikleitung beschuldigte die Polizei der Provokation [WeiskopfAbschied v. Frieden1,595]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

provozieren · Provokation · provokatorisch · Provokateur
provozieren Vb. ‘herausfordern, reizen, zu einer (unbedachten) Handlung veranlassen’, entlehnt (1. Hälfte 16. Jh.) aus lat. prōvocāre (prōvocātum) ‘hervor-, herausrufen, auffordern, reizen’ (vgl. lat. vocāre ‘rufen’). Provokation f. ‘Herausforderung’ (Mitte 16. Jh.), aus gleichbed. lat. prōvocātio (Genitiv prōvocātiōnis). provokatorisch Adj. ‘herausfordernd, zu unbedachten Handlungen aufreizend’ (Mitte 19. Jh.); vgl. lat. prōvocātōrius ‘zur Herausforderung gehörig, hervorlockend’. Provokateur m. ‘wer zu unbedachten Handlungen herausfordert, Aufwiegler, Spitzel’ (1. Hälfte 19. Jh.), mfrz. frz. provocateur ‘Aufwiegler’, adjektivisch (ebenfalls aus dem Frz.) Agent provocateur ‘Polizeispitzel, der Verdächtige zu unbedachten Handlungen ermuntert’; vgl. lat. prōvocātor ‘Herausforderer (zum Kampf)’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Provokation · ↗Reizung
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aggression Beleidigung Lust Provokation Tätlichkeit auffassen bewaffnet bewußt empfinden faschistisch fortgesetzt gerichtet gewollt gezielt heilsam kalkuliert militärisch nordkoreanisch pur unerhört unerträglich ungeheuer ungeheuerlich unnötig unterlassen verbal vermeiden vorsätzlich werten ästhetisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Provokation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich glaube, in diesen Zeiten ist es die größte Provokation, bei sich selbst zu bleiben.
Die Welt, 21.02.2003
Sie sprachen später von Provokation, und das war es wohl auch gewesen.
Der Tagesspiegel, 12.06.2000
Die Provokation wird, trotz des Grauens, das sie täglich produziert, nicht angenommen.
Sinn und Form, 1985, Nr. 2, Bd. 37
Nur das energische Einschreiten des Vaters brachte ihn von weiteren Provokationen ab.
Kraus, Hans-Joachim: Israel. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 17903
Das ist ein Plan einer schändlichen Provokation, der, wie Sie wissen, durchgeführt wurde.
o. A.: Fünfundfünfzigster Tag. Samstag, den 9. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 7317
Zitationshilfe
„Provokation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Provokation>, abgerufen am 27.06.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Provokateur
provokant
Provo
Provitamin
Provisorium
provokativ
provokatorisch
provozieren
prowestlich
proximal