Prinzipienreiterei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungPrin-zi-pi-en-rei-te-rei
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend hartnäckiges, kleinliches Herumreiten auf Prinzipien
siehe auch reiten (Lesart 2)
Beispiele:
sich von Prinzipienreiterei leiten lassen
in den Fehler der Prinzipienreiterei verfallen
»... Und viele von deinen Worten scheinen mir ... aus Prinzipienreiterei gesprochen« [JohoWendemarke292]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Rechthaberei

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Prinzipienreiterei‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Ergebnis dieser Prinzipienreiterei dürfte sein, dass am Ende alle mehr zahlen müssen.
Süddeutsche Zeitung, 06.11.2003
Das entspricht der gegenwärtigen Wirklichkeit viel eher als universalistische Prinzipienreiterei.
Die Zeit, 01.04.2002, Nr. 13
Mit der Flucht in die Prinzipienreiterei können die Grünen alles verlieren.
Der Tagesspiegel, 15.06.2000
Auch die eigene Prinzipienreiterei ersetzt als Treue zur eigenen Sichtweise das Argument, wenn Denken und Überzeugung nicht mehr auseinanderzuhalten sind.
o. A.: WENN CHRISTEN SICH ANS ARGUMENTIEREN MACHEN... MARIA hiLF! In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1986]
Und ist es klug, eine feindselige Stimmung gegen uns hervorzurufen, bloß um kleinliche Prinzipienreiterei zu treiben?
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 24558
Zitationshilfe
„Prinzipienreiterei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Prinzipienreiterei>, abgerufen am 20.05.2019.

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