Prestige, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Prestige/Prestiges · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungPres-ti-ge
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Prestige‹ als Erstglied: ↗Prestigedenken · ↗Prestigefrage · ↗Prestigegewinn · ↗Prestigegrund · ↗Prestigeobjekt · ↗Prestigepolitik · ↗Prestigestreben · ↗Prestigeverlust · ↗prestigeträchtig
 ·  mit ›Prestige‹ als Letztglied: ↗Berufsprestige
eWDG, 1974

Bedeutung

Geltung, die eine Person, Gruppe oder Institution in den Augen anderer genießt oder anstrebt und auf deren Wahrung sie bedacht ist
Beispiele:
ein soziales, politisches, sportliches Prestige
das Prestige einer Regierung, Partei, Persönlichkeit
jmds. Prestige leidet, ist gefährdet
jmdm. Prestige verleihen
das Prestige wahren
(an) Prestige gewinnen, verlieren
sein Prestige behaupten, einbüßen
jmds. Prestige erschüttern, schwächen, wiederherstellen
er fürchtete um sein Prestige
eine Bedrohung, Schädigung seines Prestiges
das ist eine Frage des Prestiges
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Prestige n. ‘Blendwerk, Gaukelei’ (1. Hälfte 19. Jh.), ‘Einfluß, Ansehen, Geltung’ (2. Hälfte 19. Jh.), in beiden Bedeutungen Übernahme von frz. prestige m., das auf spätlat. praestīgium n. (neben häufigerem lat. praestīgia f.) ‘Gaukelei, Blendwerk’ zurückgeht.

Thesaurus

Synonymgruppe
(guter) Ruf · ↗Ansehen · ↗Bild · ↗Image · ↗Leumund · ↗Namen · Prestige · ↗Renommee · ↗Reputation · ↗Stellung
Assoziationen
  • (ein) (hohes) Ansehen genießen · ↗anerkannt · geachtet werden · geschätzt werden · ↗namhaft · ↗profiliert · ↗renommiert  ●  (einen) guten Leumund haben  variabel · (einen) guten Namen haben  variabel · (einen) guten Ruf genießen  variabel · (einen) guten Ruf haben  variabel · (einen) guten Ruf zu verlieren haben  variabel · (einen) guten Ruf zu verteidigen haben  variabel · (gut) angesehen sein  variabel · (sein) Name hat (in bestimmten Kreisen) einen guten Klang  variabel · in einem guten Ruf stehen  variabel · (sich) eines guten Ruf(e)s erfreuen  geh. · bestbeleumdet  geh. · gut beleumdet  geh., variabel · gut beleumundet (sein)  geh., variabel
  • Achtung · ↗Ansehen · ↗Autorität · ↗Bedeutung · ↗Einfluss · ↗Geltung · ↗Hochachtung · Prestige · ↗Renommee · ↗Wertschätzung · ↗Würdigung  ●  ↗Standing  engl.
  • (seinen ) Ruf nicht aufs Spiel setzten (wollen) · einen Ruf zu verlieren haben
  • (einen) schlechten Ruf (haben) · (jemandem / einer Sache) haftet ein schlechter Ruf an · ↗Imageproblem  ●  die Bösen sein  ugs., fig.
  • Diffamierung · ↗Herabwürdigung · ↗Rufschädigung · ↗Schmähung · ↗Verleumdung · ↗Verunglimpfung  ●  ↗Diffamation  geh. · ↗Diffamie  geh.
  • (das) Gesicht wahren · (die) Würde wahren
  • (große) Bekanntheit erlangen · (großes) Ansehen erlangen (mit) · (großes) Ansehen gewinnen · (sich) (großes) Ansehen erwerben (mit) · bekannt werden (mit)  ●  (sich) einen Namen machen (mit / durch)  Hauptform
Synonymgruppe
Achtung · ↗Ansehen · ↗Autorität · ↗Bedeutung · ↗Einfluss · ↗Geltung · ↗Hochachtung · Prestige · ↗Renommee · ↗Wertschätzung · ↗Würdigung  ●  ↗Standing  engl.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ansehen Autorität Einbuße Einfluß Exklusivität Image Luxus Macht Profit Status Tanker Waagschal Waagschale Weltmacht angeschlagen aufbessern aufpolieren einbüßen gesunken leckschlagen mehren national persönlich schwindend sozial ständisch verlorengegangen verspielen wahren zehren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Prestige‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Letztlich scheint es ums Prestige zu gehen - wer hat an Bord der ISS das letzte Wort?
Der Tagesspiegel, 23.04.2001
Golf ist hier mehr als eine Frage des Prestige, es ist eine eigene Philosophie.
Süddeutsche Zeitung, 04.04.1995
Wir haben als Nation einen Teil des verlorengegangenen Prestiges wiedergewinnen können.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 600
Irgendwie freilich mußte seine Stellung zu ihnen mit seinem steigenden Prestige reguliert werden.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. III, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 158
Er war sich sofort klar, daß sein Prestige einen empfindlichen Verlust erlitten hatte.
Nürnberger, Richard: Das Zeitalter der französischen Revolution und Napoleons. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 16259
Zitationshilfe
„Prestige“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Prestige>, abgerufen am 20.03.2019.

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