Prasser, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungPras-ser (computergeneriert)
Wortzerlegungprassen-er
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

prassen · verprassen · Prasser
prassen Vb. ‘in Saus und Braus leben, schlemmen, schwelgen, lärmend, prunkend sich bewegen, sich benehmen’, frühnhd. auch brassen, aus dem Nd. in die Literatursprache aufgenommen (um 1500). Mnd. mnl. nl. brassen ‘lärmen, schlemmen’ ist wohl mit mnd. brās, prass ‘Lärm, Saus und Braus, Pomp, Gepränge’ lautmalenden Ursprungs. In prassen (mit anlautendem p-) setzt sich die von Luther gebrauchte Form durch. verprassen Vb. ‘vergeuden, durchbringen’ (16. Jh.). Prasser m. (15. Jh.), mnd. brasser.

Thesaurus

Synonymgruppe
Prasser · ↗Schlemmer · ↗Vielfraß  ●  ↗Gourmand  franz.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Prasser und der Investor waren für sie nur zwei verschiedene Gestalten des Teufels.
Süddeutsche Zeitung, 17.06.1997
Als Hans Eichel hessischer Ministerpräsident wurde, wollte die Opposition ihn zum Prasser stilisieren.
Süddeutsche Zeitung, 19.02.2000
In Kriminalromanen möchte ich nicht über Kochrezepte belehrt werden, Prasser und Gierpanscher sind mir zuwider.
Die Welt, 24.07.2001
Und der größte Prasser ist ihr Staat - mit 70 Milliarden verschwendeter Steuergelder im Jahr (laut Bund der Steuerzahler).
Bild, 07.02.1998
Durch spätere Schuldramen und Volksschauspiele über den reichen Prasser und den armen Lazarus wurden die alten Vorstellungen von Abrahams Schoß weit verbreitet.
Röhrich, Lutz: Abraham. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 173
Zitationshilfe
„Prasser“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Prasser>, abgerufen am 25.08.2019.

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