Präteritum, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Präteritums · Nominativ Plural: Präterita
Aussprache
WorttrennungPrä-te-ri-tum · Prä-ter-itum (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Präteritum‹ als Grundform: ↗präterital
eWDG, 1974

Bedeutung

Sprachwissenschaft die Vergangenheit ausdrückende Zeitform des Verbs, die die Vorgänge in ihrem zeitlichen Verlauf hinstellt
Beispiel:
in dem Satz ›ich ging nach Hause‹ steht ›gehen‹ im Präteritum
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Präteritum n. Vergangenheit ausdrückende Zeitform des Verbs, in dt. grammatischen Texten seit der 2. Hälfte des 17. Jhs., Übernahme von lat. (tempus) praeteritum, eigentlich ‘vorübergegangene Zeit’, Part. Perf. von lat. praeterīre ‘vorbei-, vorübergehen’ (zu lat. īre ‘gehen’ und praeter ‘an … vorbei, vor, außer’). In frühen Übersetzungen di vergangen zeit (um 1400), die verlaufene Zeit (Anfang 17. Jh.).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Vergangenheit  ●  ↗Mitvergangenheit  österr. · ↗Imperfekt  fachspr., veraltend · Präteritum  fachspr., Hauptform
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Perfekt · ↗Vorgegenwart · vollendete Gegenwart  ●  Präsensperfekt  fachspr.
  • 3. Vergangenheit · Vollendung in der Vergangenheit · ↗Vorvergangenheit · dritte Vergangenheit · vollendete Vergangenheit  ●  ↗Plusquamperfekt  Hauptform

Typische Verbindungen
computergeneriert

Plusquamperfekt Präsens episch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Präteritum‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ab 39 sollte man beginnen, vieles ins Präteritum zu setzen.
Der Tagesspiegel, 06.02.2002
Zwar transzendiert er mit seiner Hilfe die Geschichte als Präteritum und schiebt sie damit ab.
Heuß, Alfred: Verlust der Geschichte, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1959, S. 67
Sofort beginnt das gierige Wühlen im seligen, letztlich ekligen Präteritum.
Die Welt, 11.03.2002
Im gesprochenen Deutsch wird seit mittelhochdeutscher Zeit das Präteritum mehr und mehr durch das Perfekt ersetzt.
Die Zeit, 08.10.1998, Nr. 42
Ein Pedant könnte verlangen, daß solche Sätze nicht durch das Präsens, sondern durch das Präteritum ausgedrückt würden.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 26633
Zitationshilfe
„Präteritum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Präteritum>, abgerufen am 16.10.2019.

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