Präsent, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Präsent(e)s · Nominativ Plural: Präsente
Aussprache
WorttrennungPrä-sent
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Präsent‹ als Erstglied: ↗Präsentkorb
eWDG, 1974

Bedeutung

gehoben kleine Aufmerksamkeit, Geschenk
Beispiele:
jmdm. ein Präsent machen
ein Präsent überreichen
Präsente verteilen
ein Präsent fürs Weihnachtsfest
etw. zum Präsent bekommen (= etw. geschenkt bekommen)
jmdm. etw. zum Präsent machen (= jmdm. etw. schenken)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Präsent · präsentieren · Präsentierteller
Präsent n. ‘Geschenk, kleine Aufmerksamkeit’, mhd. prēsant, prīsant, prēsent, prīsent ‘Geschenk’, Entlehnung von afrz. present ‘Anerbieten, Darbringung, Geschenk’ (frz. présent), abgeleitet von afrz. presenter ‘darbieten, zur Verfügung stellen, jmdm. vorstellen’ (frz. présenter), das auf spätlat. praesentāre ‘gegenwärtig machen, zeigen’ zurückgeht; zu lat. praesēns (s. ↗Präsens). S. auch ↗repräsentieren. präsentieren Vb. ‘anbieten, darreichen, vorlegen’, reflexiv ‘sich vorstellen, zeigen’, mhd. prēsentieren ‘(ein Geschenk) zur Annahme (ehrerbietig) darreichen’, frühnhd. auch ‘Speisen, Getränke anbieten, sehen lassen, vorzeigen’, aus afrz. presenter (s. oben). Vgl. den Degen, das Gewehr präsentieren ‘zur Abwehr entgegenhalten’ und ‘(bei Ehrungen) im Paradegriff (gleichsam darbietend) halten’ (17. Jh.). Präsentierteller m. ‘großer Teller zum Anbieten von Speisen und Getränken’ (18. Jh.), heute nur noch in der übertragenen Wendung auf dem Präsentierteller (sitzen) ‘weithin sichtbar, den Blicken aller ausgesetzt (sein)’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gabe · ↗Geschenk · Präsent
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aussteller Beweismittel Bundeswehr Erinnerung abwesend allenthalben allerorten allseits allzeit ansprechbar dort ebenso genauso gleichermaßen höchst immer jederzeit kaum längst online rund um die Uhr sehr stets ständig ungemein wenig weniger zuwenig überall überaus

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Präsent‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn Beck war sehr wohl mindestens einmal in dem Unternehmen präsent.
Die Welt, 03.02.2005
Das Ei ist im täglichen Leben nicht mehr präsent wie einst, also auch nicht in der Sprache.
Der Tagesspiegel, 11.04.2004
Unsere Politik ist, in diesen Ländern hilfreich präsent zu sein.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1966]
Er ist also abwesend und zugleich für die Öffentlichkeit so präsent wie eh und je.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 338
Diese Ambivalenz, so unterschiedlich verbrämt sie auch immer erscheint, ist stets präsent.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 90
Zitationshilfe
„Präsent“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Präsent>, abgerufen am 16.06.2019.

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