Prämisse, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Prämisse · Nominativ Plural: Prämissen
Aussprache
WorttrennungPrä-mis-se
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Prämisse‹ als Letztglied: ↗Entscheidungsprämisse
eWDG, 1974

Bedeutung

gehoben Voraussetzung
Beispiele:
die historischen Prämissen eines Romans, Films
von bestimmten, falschen Prämissen ausgehen
an einer Prämisse zweifeln
Philosophie eine vorausgesetzte Aussage, aus der eine Schlussfolgerung gewonnen wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Prämisse f. ‘Voraussetzung’, entlehnt (18. Jh.) aus lat. praemissa ‘das Vorausgeschickte’, dem substantivierten fem. Part. Perf. von lat. praemittere (praemissum) ‘vorausschicken, vorausgehen lassen’, zu lat. mittere ‘schicken’ und ↗prä- (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Annahme · ↗Bedingung · ↗Grundannahme · ↗Grundlage · ↗Grundsatz · ↗Grundvoraussetzung · ↗Grundwahrheit · ↗Kondition · ↗Kriterium · ↗Notwendigkeit · Prämisse · ↗These · ↗Vorannahme · ↗Voraussetzung · ↗Vorbedingung  ●  ↗Axiom  fachspr.
Unterbegriffe
  • Prämisse · ↗Vordersatz
  • Rationalprinzip · Wirtschaftlichkeitsprinzip · Ökonomisches Prinzip
  • kosmologisches Postulat · kosmologisches Prinzip
  • Dedekind-Peano-Axiom · Peano-Axiom · Peano-Postulat
  • Zahlungsbedingung · Zahlungskondition
Assoziationen
Antonyme
Psychologie
Synonymgruppe
Argument · ↗Begründung · ↗Beleg · ↗Beweis · ↗Beweisgrund · ↗Grund · Prämisse
Unterbegriffe
  • Widerspruchsbeweis · indirekter Beweis
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
Prämisse · ↗Vordersatz
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ableitung Konklusion anthropologisch ausgehen basieren beruhen dogmatisch erkenntnistheoretisch falsch fragwürdig fußen gegeben hinterfragen ideologisch irrig metaphysisch methodisch methodologisch normativ ober ontologisch philosophisch stillschweigend theoretisch unabdingbar unausgesprochen weltanschaulich zugrundeliegend ästhetisch überholt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Prämisse‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber natürlich lässt sich mit dieser Prämisse wesentlich entspannter arbeiten.
Süddeutsche Zeitung, 26.11.2004
Aber es steht immer sanktionierend hinter jenen als allen gemeinsame Prämisse.
Jonas, Hans: Das Prinzip der Verantwortung, Frankfurt a. M.: Insel-Verl. 1979, S. 179
Die Frage, die sich daraus für uns ergab, war: Kann man auch aus falschen Prämissen richtige Schlüsse ziehen?
Die Zeit, 21.08.1959, Nr. 34
Zu den Prämissen als solchen habe ich nichts mehr zu bemerken.
Bühler, Karl: Die Krise der Psychologie, Jena: G. Fischer 1929 [1927], S. 52
Jedoch bildet sein Temperament ein stärkeres Vorurteil, als irgend eine seiner mehr objektiven Prämissen.
Jung, Carl Gustav: Psychologische Typen. In: ders., Gesammelte Werke, Bd. VI, Zürich u. a.: Rascher 1967 [1921], S. 313
Zitationshilfe
„Prämisse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Prämisse>, abgerufen am 21.06.2019.

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