Pott, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pott(e)s · Nominativ Plural: Pötte
Aussprache
Wortbildung mit ›Pott‹ als Erstglied: ↗Pottasche · ↗Pottwal  ·  mit ›Pott‹ als Letztglied: ↗Kohlenpott · ↗Pisspott · ↗Ruhrpott · ↗Teepott
eWDG, 1974

Bedeutung

norddeutsch
1.
umgangssprachlich Topf
Beispiele:
ein großer, kleiner, leerer, voller, alter Pott
ein Pott Wasser
dann wollt auch ihr noch ein Huhn im Pott? [WeinertZwischensp.665]
2.
salopp (altes) Schiff
Beispiele:
ein großer, kleiner, alter Pott
im Hafen lagen Pötte aus aller Herren Länder
auf der Reede lag kein einziger Pott
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pott · Pottasche
Pott m. ‘Topf’, aus dem Rhein. bzw. Nd., doch bereits im 16. Jh. vereinzelt literatursprachlich. Mnd. pot, put, rhein. pot (Köln, 12. Jh.), mnl. nl. pot, aengl. pott, engl. pot, anord. (aus dem Mnd.) pottr werden wie afrz. frz. pot und der Eigenname (gall.-)lat. Pottus (dem Produkt des Töpfers eingedrückt) auf ein vorkelt. (illyr. oder nicht-ie.?) *pott ‘Topf’ zurückgeführt; vgl. Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 111 sowie FEW 9, 269 f. Pottasche f. kohlensaures Kalium, Kaliumkarbonat (Anfang 18. Jh.), aus nl. potas, älter potasch (1598); das Laugensalz wurde durch Eindampfen von Pflanzen-, Holzasche in einem Topf (Pott) gewonnen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Kohlenrevier · Kulturhauptstadt Europas 2010 · Metropole Ruhr (Selbstvermarktungsbegriff) · ↗Ruhrgebiet · Ruhrrevier  ●  Rheinisch-Westfälischer Industriebezirk  veraltet · Rheinisch-Westfälisches Industriegebiet  veraltet · ↗Kohlenpott  ugs. · Pott  ugs. · ↗Revier  ugs. · ↗Ruhrpott  ugs.
Assoziationen
  • Ruhrbesetzung · Ruhreinmarsch · Ruhrinvasion · Ruhrkrise
Synonymgruppe
Kasserole · ↗Kochtopf · ↗Topf  ●  ↗Hafen  ugs., schweiz. · Pott  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Großschiff · großes Schiff  ●  (dicker) Pott  ugs.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Zylinder (Motor)  Hauptform · Pott  ugs., regional · ↗Topf  ugs.
Schifffahrt
Synonymgruppe
Boot · ↗Kutter · ↗Schiff  ●  ↗Kahn  ugs., abwertend · Pott  ugs. · ↗Schaluppe  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Deckel Hafen Hand Kaffee Nummer Perle Pott Schale begehrt dick gewinnen golden greifen heiß hochhalten holen häßlich klauen knacken kochen kochend küssen recken riesig schief schnappen silbern stemmen vorbeiziehen überreichen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pott‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn wir diesen Weg weitergehen, können wir den Pott in den Händen halten ", sagte er.
Die Zeit, 30.05.2011 (online)
Sie lassen sich nicht so leicht kleinkriegen, dort am Rande des Potts.
Bild, 22.12.1997
Ist so ein dicker Pott nicht manchmal unbeweglich und träge?
Der Spiegel, 09.08.1999
Wenn man ihr die Pötte hielt, konnte sie mit jedem Arm gleichzeitig ein Ei schlagen.
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 274
Sogar schwermütig singen läßt er die russischen Matrosen auf ihren rattenfreien Pötten.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 457
Zitationshilfe
„Pott“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Pott>, abgerufen am 20.08.2019.

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