Portefeuille, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Portefeuilles · Nominativ Plural: Portefeuilles
Aussprache
WorttrennungPorte-feuil-le (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
veraltend Ressort eines Ministers
Beispiele:
ein Minister ohne Portefeuille
Er stürzte Minister und erhielt selbst ein Portefeuille [WeiskopfAbschied v. Frieden1,247]
2.
veraltet Brieftasche
Beispiele:
ein ledernes Portefeuille
Er zog ein Portefeuille, entnahm ihm zehn Dollar und Photographien [J. RothHiob88]
Aktenmappe
Beispiel:
der Graf ... wünschte dem Adjutanten, nachdem er ihm das ganze Portefeuille übergeben hatte, eine glückliche Reise [KleistMarquise3,261]

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Depotzusammensetzung · Portefeuille · ↗Portfolio
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aktienanteil Bankaktie Bereinigung Diversifikation Diversifizierung Gewichtung Industriebeteiligung Minister Ministern Reichsminister Schwellenmarkt Staatsminister Umschichtung ausgerichtet ausgewogen beimischen breitgestreut diversifizieren diversifiziert gemanagt gemischt gestreut gewichten lateinamerikanisch nachbilden umschichten verwaltet westeuropäisch Äußere Übergewichtung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Portefeuille‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Viele Kunden, etwa Versicherungen, verwalten parallel dazu eigene Portefeuilles, die oft wesentlich größer sind als die in den Fonds angelegten Mittel.
Die Welt, 05.07.1999
Die zuletzt genannten sechs Minister haben zum ersten Mal ein Portefeuille.
Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 02.03.1911
Frank war Minister ohne Portefeuille und hatte seine polnische Verwaltung.
o. A.: Einhundertundneunzehnter Tag. Donnerstag, 2. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 10028
Einen kriminellen Vorwurf kann man ihm als Minister ohne Portefeuille schließlich überhaupt nicht machen.
o. A.: Einhundertachtundsiebzigster Tag. Montag, 15. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 18055
Wenn man fünftausend Mark in seinem Portefeuille trägt, aber siebentausend Mark Schulden hat, ist man kein reicher Mann, sondern ein armer Teufel.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 24656
Zitationshilfe
„Portefeuille“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Portefeuille>, abgerufen am 24.08.2019.

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