Pornografie, die

Alternative SchreibungPornographie
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pornografie · Nominativ Plural: Pornografien
WorttrennungPor-no-gra-fie ● Por-no-gra-phie (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
WortzerlegungPorno-grafie
Rechtschreibregeln§ 32 (2)
Wortbildung mit ›Pornografie‹ als Erstglied: ↗pornografisch · ↗pornographisch  ·  mit ›Pornografie‹ als Letztglied: ↗Kinderpornografie · ↗Kinderpornographie · ↗Politpornografie · ↗Politpornographie
eWDG, 1974

Bedeutung

unzüchtige, obszöne Darstellung in Wort oder Bild
Beispiele:
die Verbreitung von Pornografie bestrafen
als ich die Wände mit Pornographien beschmiert sah [Kisch1,373]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pornographie f. ‘aufreizende Darstellung sexueller Vorgänge in Wort und Bild (ohne Berücksichtigung psychischer, partnerschaftlicher Beziehungen)’, Übernahme (Ende 19. Jh.) von frz. pornographie, einer Ableitung von frz. pornographe, das 1769 von Rétif de la Bretonne im Sinne von ‘über die Prostitution Schreibender’ als Buchtitel verwendet wird, entlehnt aus griech. pornográphos (πορνογράφος) ‘von Huren schreibend’; vgl. griech. pórnē (πόρνη) ‘Hure, Dirne’ und s. ↗-graph, ↗-graphie. Frz. pornographie ‘Abhandlung über die Prostitution’ nimmt im 19. Jh. die Bedeutung ‘Darstellung von Obszönitäten’ an, gelangt ins Dt. und in andere Sprachen und ist heute allgemein in obigem Sinne gebräuchlich. Eine Kurzform Porno- bildet Zusammensetzungen wie Pornofilm, -foto, -literatur u. dgl., aus denen bei erneuter Kürzung umgangssprachliches Porno ‘Pornographisches’ (mit unbestimmtem oder nach dem Grundwort wechselndem Genus) entsteht.

Thesaurus

Synonymgruppe
Pornografie · Pornographie · ↗Vollerotik · unzüchtige Darstellung  ●  ↗Wichsvorlage  vulg.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abtreibung Blasphemie Erotik Extremismus Freigabe Gewaltdarstellung Gewaltverherrlichung Glücksspiel Gotteslästerung Homosexualität Kindesmißbrauch Kitsch Minderjähriger Obszönität Perversion Pornographie Prostitution Pädophilie Raubkopie Sexismus Sexualgewalt Sexualität Tabak Unzucht Verbreitung allgegenwärtig gewaltverherrlichend jugendgefährdend pädophil verboten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pornografie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich soll Pornographie verbreiten, dabei drucke ich meine Bücher gar nicht selbst.
Süddeutsche Zeitung, 03.08.2002
Es enthält noch fünf weitere Bücher, die unlängst erschienen sind und bei denen die Frage gestellt wurde: Ist das Pornographie?
Die Zeit, 01.12.1967, Nr. 48
Jugendschutz und Kampf gegen Pornographie sind noch heute für Z. belangvoll.
o. A.: Lexikon der Kunst - Z. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 35072
Die folgende Pornographie war nicht ausführlicher als die Schilderung der Goldwaren und Stoffe.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 221
Selbst in ausgemachter Pornographie der Byzantiner schwingt immer noch mehr religiöse Leidenschaft als in unseren Lippenbekenntnissen zur christlichen Moral.
Rubin, Berthold: Byzanz. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1965], S. 15119
Zitationshilfe
„Pornografie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Pornografie>, abgerufen am 20.05.2019.

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