Plempe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Plempe · Nominativ Plural: Plempen
Aussprache
WorttrennungPlem-pe
eWDG, 1974

Bedeutung

landschaftlich, salopp schlechtes, dünnes Getränk, dünne Brühe
Beispiel:
diese Suppe, das Bier ist die reinste Plempe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

plempern · Plempe · verplempern
plempern Vb. ‘(Zeit, Geld u. dgl.) unnütz vergeuden’, auch (landschaftlich) ‘plantschen, spritzen, müßig umhergehen, bummeln, hin und her schütteln, verspritzen’ (belegt seit 19. Jh., doch mundartlich gewiß erheblich älter), Intensivbildung zu (landschaftlich) plampen ‘(sich) hin und her bewegen, baumeln, müßig einhergehen, nachlässig arbeiten’ (16. Jh.). Dazu Plempe f. ‘etw. Baumelndes, besonders Säbel, Degen, Seitengewehr’ (17. Jh.), aber auch ‘(durch Schütteln) fades, dünnes Getränk’. Heute besonders verplempern Vb. ‘vergeuden, unnötig ausgeben, durch unvorsichtige Bewegung verschütten’ (16. Jh.), reflexiv ‘sich unüberlegt verlieben, sich in eine unpassende Verbindung einlassen’ (17. Jh.). Die Wortgruppe ist wohl bewegungsnachahmender Herkunft.

Thesaurus

Synonymgruppe
mieses Getränk  ●  ↗Brühe  ugs. · ↗Lorke  ugs., regional · Plempe  ugs., regional · ↗Plörre  ugs., regional · ↗Spülwasser  ugs., fig.
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Plempen rasselten, ernst und düster schleiften sie wie das Schicksal selbst über das holperige Pflaster.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 248
Sparsame Gastgeber sollen angeblich 14 Bohnen für 15 Tassen brauchen; das wird allerdings höchstens eine "Plempe".
Der Tagesspiegel, 13.04.2001
Das haben wir längst vergessen über löslichem Cappuccino, brauner Plempe aus dem Pappbecher, dem kaputtgemahlenen Niespulver aus dem Supermarkt: wie Kaffee schmecken kann.
Süddeutsche Zeitung, 17.07.2001
Zitationshilfe
„Plempe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Plempe#1>, abgerufen am 18.07.2019.

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Plempe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Plempe · Nominativ Plural: Plempen
Aussprache
WorttrennungPlem-pe (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

veraltet ungeschliffener, plumper Säbel, Schleppsäbel
Beispiel:
wo sie [die Fäuste] indes nicht ausreichten, zögerte er [der Schutzmann] durchaus nicht, seine Plempe zu ziehen [BredelVäter8]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

plempern · Plempe · verplempern
plempern Vb. ‘(Zeit, Geld u. dgl.) unnütz vergeuden’, auch (landschaftlich) ‘plantschen, spritzen, müßig umhergehen, bummeln, hin und her schütteln, verspritzen’ (belegt seit 19. Jh., doch mundartlich gewiß erheblich älter), Intensivbildung zu (landschaftlich) plampen ‘(sich) hin und her bewegen, baumeln, müßig einhergehen, nachlässig arbeiten’ (16. Jh.). Dazu Plempe f. ‘etw. Baumelndes, besonders Säbel, Degen, Seitengewehr’ (17. Jh.), aber auch ‘(durch Schütteln) fades, dünnes Getränk’. Heute besonders verplempern Vb. ‘vergeuden, unnötig ausgeben, durch unvorsichtige Bewegung verschütten’ (16. Jh.), reflexiv ‘sich unüberlegt verlieben, sich in eine unpassende Verbindung einlassen’ (17. Jh.). Die Wortgruppe ist wohl bewegungsnachahmender Herkunft.

Thesaurus

Synonymgruppe
mieses Getränk  ●  ↗Brühe  ugs. · ↗Lorke  ugs., regional · Plempe  ugs., regional · ↗Plörre  ugs., regional · ↗Spülwasser  ugs., fig.
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Plempen rasselten, ernst und düster schleiften sie wie das Schicksal selbst über das holperige Pflaster.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 248
Sparsame Gastgeber sollen angeblich 14 Bohnen für 15 Tassen brauchen; das wird allerdings höchstens eine "Plempe".
Der Tagesspiegel, 13.04.2001
Das haben wir längst vergessen über löslichem Cappuccino, brauner Plempe aus dem Pappbecher, dem kaputtgemahlenen Niespulver aus dem Supermarkt: wie Kaffee schmecken kann.
Süddeutsche Zeitung, 17.07.2001
Zitationshilfe
„Plempe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Plempe#2>, abgerufen am 18.07.2019.

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