Plauderei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Plauderei · Nominativ Plural: Plaudereien
Aussprache
WorttrennungPlau-de-rei
Wortzerlegungplaudern-ei
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
meist im Singular
ungezwungene, leichte, angenehme Unterhaltung, das Plaudern
Beispiel:
Das Gespräch glich weniger einer polizeilichen Vernehmung als einer Plauderei zwischen zwei Gebildeten [RehfischHexen433]
2.
unterhaltender, kurzweiliger Artikel, Zeitungsartikel
Beispiel:
Was Balzac in diesen zwei Jahren ... an Novellen, kleinen Romanen, Zeitungsartikeln, Plaudereien, Kurzgeschichten ... publiziert, ist fast beispiellos in den Annalen der Literatur [St. ZweigBalzac131]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

plaudern · Plauderei
plaudern Vb. ‘unterhaltend erzählen, sich zwanglos unterhalten’. Mhd. blōdern, plōdern ‘rauschen’, frühnhd. blodern, plūdern ‘ausschwatzen’ (15. Jh.), (omd.) plaudern (16. Jh.) ist wie mnd. bladderen, plad(d)eren, nd. pladdern ‘schwatzen, plaudern’ lautnachahmenden Ursprungs. Das Verb wird durch Luther verbreitet. Plauderei f. (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Geplauder · ↗Konversation · Plauderei · ↗Plausch · ↗Smalltalk · unverbindliches Geplapper  ●  ↗Quatscherei  ugs. · Rumgequatsche  ugs. · Sabbelei  ugs. · ↗Schnack  ugs., norddeutsch · ↗Schwatz  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anekdote Essay Kamin Nähkästchen abendlich amüsant angenehm angeregt anregend autobiographisch beiläufig belanglos charmant entspannt freundlich freundschaftlich fröhlich geistreich gelegentlich gemütlich harmlos intim launig locker munter nett unterhaltsam unverbindlich verwickeln zwanglos

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Plauderei‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber das läuft alles in ungezwungener Atmosphäre ab, in freundlichen Plaudereien.
Süddeutsche Zeitung, 19.08.2004
Zuletzt hat er aus unseren gelegentlichen Plaudereien sogar ein Buch gemacht.
Die Zeit, 17.09.2003, Nr. 38
Das Reden darüber ging rasch in Plauderei mit Abschiedsstimmung über.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1955. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1955], S. 602
Eine Begegnung auf der Straße verpflichtet durchaus nicht zu einer ausführlichen Plauderei.
Goetz von Schüching, Ruth: Durch gute Lebensart zum Erfolg, Leipzig: Hesse & Becker 1932 [1925], S. 134
Hier gab es kein Schweigen und keine Plauderei über grüne Äpfel.
Bieler, Manfred: Der Bär, Hamburg: Hoffmann und Campe 1983, S. 441
Zitationshilfe
„Plauderei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Plauderei>, abgerufen am 20.06.2019.

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