Platitude, die

Alternative SchreibungPlattitüde
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Platitude · Nominativ Plural: Platituden
WorttrennungPla-ti-tude ● Plat-ti-tü-de (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Ungültige SchreibungPlatitüde
Rechtschreibregeln§ 32 (2)
eWDG, 1974

Bedeutung

banale, triviale, abgegriffene Äußerung, Redensart, Plattheit
Beispiel:
jmdn. mit Platituden/Plattitüden langweilen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Platitüde f. (in Anlehnung an dt. platt auch Plattitüde) ‘abgeschmackte, nichtssagende, geistlose Redewendung, Gemeinplatz’, Übernahme (2. Hälfte 18. Jh.) von gleichbed. frz. platitude, einer Bildung zu frz. plat ‘flach, fade, seicht, schal’ (s. ↗platt).

Thesaurus

Synonymgruppe
Allgemeinplatz · ↗Banalität · ↗Binsenwahrheit · ↗Binsenweisheit · ↗Floskel · ↗Gemeinplatz · Gerede ohne tiefere Bedeutung · ↗Klischee · ↗Phrase · Plattitüde · ↗Schlagwort · ↗Sprachhülse · ↗Stammtischweisheit · ↗Trivialität · einfache Formel · leeres Gerede · nichts sagende Redensart · nichtssagende Redensart  ●  Platitude  franz. · ↗Sprechblase (journal.)  fig. · ↗(nur so ein) Spruch  ugs. · ↗Binse  ugs. · flotter Sager  ugs., österr. · flotter Spruch  ugs. · leeres Stroh (dreschen)  ugs. · sinnentleerte Chiffre  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ansammlung Banalität Kalauer Klischee Mischung Phrase Platitüde Pointe Witz ergehen flüchten hinauskommen klingen peinlich reihen verbreiten wiederholen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Platitude‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Platitüde, beim Schreiben vergewissere man sich der Welt, erfüllte ich mit Leben.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 431
Mit derlei Platitüden wollen wir aber gar nicht haussieren gehen.
Die Welt, 23.04.1999
Sie treibt die Kunst der Platitüde in die Höhen des expliziten Begriffs.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 1, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 361
Hatte man wirklich geglaubt, den Herrn des Deutschen Theaters mit so viel ehrenhaften Platitüden zum Leben erwecken zu können?
Die Zeit, 08.11.1963, Nr. 45
Formgerecht und wohlklingend, verschafften sie ihrem Urheber nicht zuletzt auch durch ihre Platitüden und sentimentalen Lyrismen große Popularität.
Nick, Edmund: Kéler. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1958], S. 32540
Zitationshilfe
„Platitude“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Platitude>, abgerufen am 25.06.2019.

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