Pik, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Pik/Piks · Nominativ Plural: Pik/Piks · wird meist im Singular verwendet
Nebenform seltenPique · Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Pique/Piques · Nominativ Plural: Pique/Piques · wird meist im Singular verwendet
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Pik‹ als Erstglied: ↗Pikacht · ↗Pikass · ↗Pikbube · ↗Pikdame · ↗Pikkönig
eWDG, 1974

Bedeutung

durch schwarze Blätter gekennzeichnete Farbe der französischen Spielkarten, die den zweithöchsten Wert hat
Beispiele:
ich spiele Pik
Pik ansagen
Pik sticht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pik1 · Pick
Pik1 Pick m. ‘heimlicher Groll’ (Anfang 17. Jh.), nur noch in der Wendung einen Pik auf jmdn. haben ‘gereizt sein, Groll hegen gegen jmdn.’ (1. Hälfte 17. Jh.), aus nd. enen Pik up jemand hebben, nl. (westfläm.) op iemand of tegen iemand eenen pijk hebben of dragen. Das Substantiv ist wohl entlehnt aus mfrz. frz. pique ‘Rachegefühl, Groll’, zu mfrz. frz. piquer ‘stechen, reizen’, reflexiv ‘sich beleidigt fühlen’ (s. ↗pikiert).

Pike · Pique · Pik2
Pike f. ‘Lanze, Spieß der Landsknechte’, spätmhd. (westmd.) pieke, pyecke, dann auch Picke (17. Jh.), Entlehnung über gleichbed. mnd. pēk, peke aus (seit 1290 bezeugtem) mnl. pike, pijc(ke), pieke, pēke (nl. piek), woraus auch afrz. frz. pique (vgl. mfrz. pique de Flandres); frz. Schreibweise Pique begegnet auch (Anfang 17. Jh.) in dt. Texten. Die Bezeichnung für die mit einer scharfen flachen Spitze versehene Stichwaffe ist wohl an die unter ↗picken (s. d.) angeführte lautmalende Wortgruppe anzuschließen. Heute vor allem in der Wendung von der Pike auf dienen (17. Jh.), auch von der Pike hinaufdienen (18. Jh.) ‘von ganz unten anfangen und sich hocharbeiten’, eigentlich ‘als einfacher Soldat mit dem Spieß in der Hand anfangen und dann aufsteigen’ Pique, Pik2 n. Spielkartenfarbe (18. Jh.), frz. pique, nach der Ähnlichkeit des Kartensymbols mit dem Spitzblatt der genannten Waffe.

Thesaurus

Synonymgruppe
Pik (Kartenspiel)  ●  ↗Schaufel  süddt. · ↗Schippe(n)  rheinisch · Schüppe(n)  rheinisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

As Beruf Derbysieger General Hand Handwerk Herz Karo Kommunismus Kreuz Metier Ost Peak Pik Stich Tisch Treff abwerfen angreifen ansagen aufhaben besteigen erlernen fortsetzen kassieren lernen nachspielen reizen spielen trumpfen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pik‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach zwei Stunden sitze ich immer noch da wie Pik Sieben.
Die Zeit, 28.01.2009, Nr. 06
Das Spiel des Pik J zum ersten Stich ist jedoch auf alle Fälle falsch.
Süddeutsche Zeitung, 09.03.1996
Sie sehen Pik Zehn auf den Dörfern als Unglückskarte an.
Neue deutsche Literatur, 1953, Nr. 2, Bd. 1
Auf die 7 kommt die Serie Pik 8 bis Pik 10.
Meister, Friedrich: Leichte und schwierige Patiencen, Minden: Philler 1959 [1948], S. 40
In der Mitte erhob sich ein Pik, der fast bis an die Decke ragte, eine wahre Bettpyramide.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 467
Zitationshilfe
„Pik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Pik#1>, abgerufen am 22.07.2019.

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Pik, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp einen Pik auf jmdn. habenGroll gegen jmdn. hegen, Wut auf jmdn. haben
Beispiel:
Ich hatte zwar von meiner Berliner Zeit her einen kleinen Pik auf Bismarck gehabt [WelkGrambauer302]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pik1 · Pick
Pik1 Pick m. ‘heimlicher Groll’ (Anfang 17. Jh.), nur noch in der Wendung einen Pik auf jmdn. haben ‘gereizt sein, Groll hegen gegen jmdn.’ (1. Hälfte 17. Jh.), aus nd. enen Pik up jemand hebben, nl. (westfläm.) op iemand of tegen iemand eenen pijk hebben of dragen. Das Substantiv ist wohl entlehnt aus mfrz. frz. pique ‘Rachegefühl, Groll’, zu mfrz. frz. piquer ‘stechen, reizen’, reflexiv ‘sich beleidigt fühlen’ (s. ↗pikiert).

Pike · Pique · Pik2
Pike f. ‘Lanze, Spieß der Landsknechte’, spätmhd. (westmd.) pieke, pyecke, dann auch Picke (17. Jh.), Entlehnung über gleichbed. mnd. pēk, peke aus (seit 1290 bezeugtem) mnl. pike, pijc(ke), pieke, pēke (nl. piek), woraus auch afrz. frz. pique (vgl. mfrz. pique de Flandres); frz. Schreibweise Pique begegnet auch (Anfang 17. Jh.) in dt. Texten. Die Bezeichnung für die mit einer scharfen flachen Spitze versehene Stichwaffe ist wohl an die unter ↗picken (s. d.) angeführte lautmalende Wortgruppe anzuschließen. Heute vor allem in der Wendung von der Pike auf dienen (17. Jh.), auch von der Pike hinaufdienen (18. Jh.) ‘von ganz unten anfangen und sich hocharbeiten’, eigentlich ‘als einfacher Soldat mit dem Spieß in der Hand anfangen und dann aufsteigen’ Pique, Pik2 n. Spielkartenfarbe (18. Jh.), frz. pique, nach der Ähnlichkeit des Kartensymbols mit dem Spitzblatt der genannten Waffe.

Thesaurus

Synonymgruppe
Pik (Kartenspiel)  ●  ↗Schaufel  süddt. · ↗Schippe(n)  rheinisch · Schüppe(n)  rheinisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

As Beruf Derbysieger General Hand Handwerk Herz Karo Kommunismus Kreuz Metier Ost Peak Pik Stich Tisch Treff abwerfen angreifen ansagen aufhaben besteigen erlernen fortsetzen kassieren lernen nachspielen reizen spielen trumpfen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pik‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach zwei Stunden sitze ich immer noch da wie Pik Sieben.
Die Zeit, 28.01.2009, Nr. 06
Das Spiel des Pik J zum ersten Stich ist jedoch auf alle Fälle falsch.
Süddeutsche Zeitung, 09.03.1996
Sie sehen Pik Zehn auf den Dörfern als Unglückskarte an.
Neue deutsche Literatur, 1953, Nr. 2, Bd. 1
Auf die 7 kommt die Serie Pik 8 bis Pik 10.
Meister, Friedrich: Leichte und schwierige Patiencen, Minden: Philler 1959 [1948], S. 40
In der Mitte erhob sich ein Pik, der fast bis an die Decke ragte, eine wahre Bettpyramide.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 467
Zitationshilfe
„Pik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Pik#2>, abgerufen am 22.07.2019.

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