Piano, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Pianos · Nominativ Plural: Pianos
Aussprache
WorttrennungPi-ano · Pia-no (computergeneriert)
HerkunftItalienisch
Wortbildung mit ›Piano‹ als Erstglied: ↗Pianolack  ·  mit ›Piano‹ als Letztglied: ↗Digitalpiano · ↗E-Piano
eWDG, 1974

Bedeutung

veraltend Klavier
Beispiele:
ein Stück auf dem Piano spielen
sie begleitete ihn auf dem Piano
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

piano · pianissimo · Piano1 · Pianissimo · Piano2 · Pianoforte · Fortepiano · Pianist
piano Adv. (in der Musik) ‘leise’, Übernahme (Anfang 17. Jh.) als musikalischer Terminus von gleichbed. ital. piano, eigentlich ‘glatt, eben’, aus lat. plānus ‘eben, flach, platt’ (s. ↗plan); dazu der Superlativ pianissimo Adv. ‘sehr leise’ (17. Jh.), ital. pianissimo, und die Substantivierungen Piano1 n. und Pianissimo n. ‘leises’ bzw. ‘sehr leises Spielen, Singen, (sehr) leise zu spielende Stelle in einem Musikstück, (sehr) geringe Tonstärke’ (beide 18. Jh.). Piano2 n. ‘Hammerklavier’ (Mitte 19. Jh.), nach frz. piano, der verkürzten Form von frz. pianoforte, älter piano et forte, eigentlich ‘leise und laut’, aus ital. clavicembalo col piano e forte ‘Hammerklavier mit leisem und lautem Ton’ (später ital. pianoforte, auch fortepiano), weil die Tasten des Hammerklaviers im Unterschied zu seinen Vorläufern leise (piano) und laut (forte) angeschlagen werden können; danach auch im Dt. Pianoforte n. und Fortepiano n. (beide 18. Jh.). Pianist m. ‘Klavierspieler, -künstler, -virtuos’ (19. Jh.), frz. pianiste, ital. pianista.

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Fortepiano · ↗Pianino · ↗Pianoforte  ●  ↗Klavier  ugs., Hauptform · ↗Klimperkasten  ugs. · Piano  geh., Jargon
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akkordeon Bass Bläser Cello E-Gitarre Flügelhorn Forte Fortissimo Geige Gitarre Keyboard Klarinette Kontrabass Legato Mezzoforte Percussion Perkussion Pianissimo Saxophon Schlagzeug Streicher Synthesizer Trompete Vibraphon Violine dreifach klimpern perlen verstimmt vierfach

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Piano‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für den Mittelteil hat der Held sogar noch einmal sein Piano betrunken gemacht.
Die Zeit, 22.07.1999, Nr. 30
Ja, der Vater möge seine Musik, er spiele ja selbst ein bißchen Piano.
Süddeutsche Zeitung, 22.04.1999
Der Bogen wird im rechten Winkel zu den Saiten geführt, näher am Steg für stärkeren Ton und entfernter im Piano.
Boyden, David D.: Violinspiel. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1966], S. 17179
Leise setzten die Streicher ein, darüber ein perlendes, noch zögerndes Piano.
Hettche, Thomas: Der Fall Arbogast, Köln: DuMont Buchverlag, 2001, S. 229
Gonzague Maris setzte sich ohne viel Widerstreben an das Piano.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 66
Zitationshilfe
„Piano“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Piano>, abgerufen am 25.06.2019.

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