Pflege, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pflege · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungPfle-ge (computergeneriert)
Grundformpflegen1
Wortbildung mit ›Pflege‹ als Erstglied: ↗Pflegeanstalt · ↗Pflegearbeit · ↗Pflegebedarf · ↗Pflegebedürftigkeit · ↗Pflegebereich · ↗Pflegeberuf · ↗Pflegebruder · ↗Pflegedienst · ↗Pflegedokumentation · ↗Pflegeeinheit · ↗Pflegeeinrichtung · ↗Pflegeeltern · ↗Pflegefachkraft · ↗Pflegefall · ↗Pflegefamilie · ↗Pflegegeld · ↗Pflegeheim · ↗Pflegekasse · ↗Pflegekind · ↗Pflegekosten · ↗Pflegekraft · ↗Pflegeleistung · ↗Pflegemaßnahme · ↗Pflegemittel · ↗Pflegemutter · ↗Pflegenest · ↗Pflegenotstand · ↗Pflegeperson · ↗Pflegepersonal · ↗Pflegeplanung · ↗Pflegeplatz · ↗Pflegeprozess · ↗Pflegeroboter · ↗Pflegesatz · ↗Pflegeschwester · ↗Pflegesituation · ↗Pflegesohn · ↗Pflegestation · ↗Pflegestelle · ↗Pflegestufe · ↗Pflegestätte · ↗Pflegetochter · ↗Pflegevater · ↗Pflegeversicherung · ↗Pflegewissenschaft · ↗pflegearm · ↗pflegebedürftig · ↗pflegeleicht
 ·  mit ›Pflege‹ als Letztglied: ↗Altenpflege · ↗Armenpflege · ↗Baumpflege · ↗Behandlungspflege · ↗Behindertenpflege · ↗Bodendenkmalpflege · ↗Denkmalpflege · ↗Denkmalspflege · ↗Gartenpflege · ↗Grundpflege · ↗Imagepflege · ↗Kinderpflege · ↗Kindespflege · ↗Kindspflege · ↗Krankenpflege · ↗Kulturpflege · ↗Körperpflege · ↗Landespflege · ↗Landpflege · ↗Markenpflege · ↗Nagelpflege · ↗Schulpflege · ↗Sprachpflege · ↗Tagespflege · ↗Traditionspflege · ↗Wagenpflege
eWDG, 1974

Bedeutung

sorgende Obhut, Fürsorge
Beispiele:
eine gute, gewissenhafte, aufopfernde, liebevolle Pflege
die Kranke wurde in häusliche Pflege entlassen
die Pflege des Kranken war sehr schwierig
die Pflege (= Sauber- und Gesundhaltung) des Körpers, der Haare, Zähne
er übernahm die Pflege des Gartens
ein Kind, Tier in Pflege geben, nehmen
bei jmdm. in Pflege sein
die Pflanze verlangt, erfordert viel Pflege
die Pflege (= Erhaltung) freundnachbarlicher Beziehungen
DDR etw. in persönliche Pflege nehmenan gesellschaftlichem Eigentum, besonders an Produktionsmitteln, periodisch anfallende Arbeiten zur Werterhaltung als Benutzer selbst ausführen
Beispiel:
er nahm die Maschine, die Mieter nahmen die Grünfläche in persönliche Pflege
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

pflegen · Gepflogenheit · Pflege · Pfleger · pfleglich · verpflegen · Verpflegung
pflegen Vb. ‘für jmdn., etw. sorgen, etw. anhaltend ausüben, betreiben, sich etw. angelegen sein lassen, die Gewohnheit haben, etw. zu tun’, ahd. phlegan (8. Jh.), mhd. phlegen ‘sich für etw. einsetzen, sorgen für, Verantwortung tragen für, Aufsicht führen, ausüben, betreiben, leiten’, asächs. plegan ‘sich verbürgen, für etw. verantwortlich sein’, mnd. plēgen, mnl. plēghen, nl. plegen und (entsprechend dem grammatischen Wechsel) aengl. plēon ‘sich einer Gefahr aussetzen’ führen auf eine Ausgangsbedeutung ‘sich einsetzen’. Die weitere Herkunft des nur im Westgerm. bezeugten Verbs (westgerm. *plegan) ist ungeklärt, sichere außergerm. Beziehungen fehlen; vgl. eine Zusammenstellung der Herleitungsversuche bei Trier in: PBB 67 (1945) 110 ff. Die ehemals starke Flexion ist teilweise noch erhalten für pflegen (pflog, gepflogen) in der Bedeutung ‘etw. anhaltend ausüben, betreiben’; dazu die Ableitung Gepflogenheit f. ‘Brauch, Gewohnheit’ (19. Jh.), in der öst. Kanzleisprache gebildet. Pflege f. ‘Fürsorge, Obhut, Versorgung’, ahd. phlega (11. Jh.), mhd. phlege ‘Fürsorge, Obhut, Vormundschaft, Umgang, Amt, Zins, Abgabe, Lebensart, Gewohnheit, Beschäftigung’. Pfleger m. ‘wer für jmdn., etw. sorgt’, ahd. phlegāri ‘Beschützer, Hüter, Aufseher, Vorsteher, Verwalter’ (um 1000), mhd. phlegære, phleger ‘Beschützer, Aufseher, Vormund, Verwalter, Oberer’. pfleglich Adj. ‘sorgsam’, mhd. phlegelich ‘gewöhnlich’. verpflegen Vb. ‘jmdn. verköstigen’, mhd. verphlegen; Verpflegung f. ‘Verköstigung, Nahrung’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Erhaltung · ↗Instandhaltung · Pflege · ↗Unterhalt · ↗Unterhaltung · ↗Wartung · Wartungsarbeiten · ↗Überholung

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angehörige Betreuung Beziehung Brauchtum Erbe Erhalt Erhaltung Erziehung Gesundheit Grünanlage Grünfläche Hege Heim Kranke Kulturerbe Kulturlandschaft Kundenbeziehung Rehabilitation Wartung aktivierend ambulant bedürfen häuslich intensiv liebevoll mangelnd menschenwürdig sorgfältig sorgsam stationär

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pflege‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch die lassen auf sich warten, und die Pflege des Grüns fällt der Stadt immer schwerer.
Süddeutsche Zeitung, 26.07.2004
Denn die Pflege eines solchen Parks kostet nun einmal Geld.
Der Tagesspiegel, 18.01.2004
Als ich meine Pläne wieder aufgeben mußte, habe ich erst noch ein Kind in Pflege nehmen wollen.
Schwarzer, Alice: Der »kleine Unterschied« und seine großen Folgen, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1977 [1975], S. 95
Kenner behaupten, ein gepflegter englischer Rasen bedürfe jahrhundertelanger liebevoller Pflege.
o. A. [psa]: Wembley-Stadion. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1975]
Dann gibt man dem Tiere einige Monate Ruhe bei guter Pflege, injiziert wieder und gewinnt von neuem Blut.
Koch, Robert: Untersuchungen über Schutzimpfungen gegen Horse-Sickness (Pferdesterbe). In: J. Schwalbe (Hg.), Gesammelte Werke von Robert Koch - Bd. 2 Teil 2, Leipzig: Thieme 1912 [1904], S. 711
Zitationshilfe
„Pflege“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Pflege>, abgerufen am 16.10.2019.

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