Pergamentpapier, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungPer-ga-ment-pa-pier
WortzerlegungPergamentPapier
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

fettundurchlässiges pergamentartiges Papier
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pergament · pergamenten · Pergamentpapier
Pergament n. ‘zum Beschreiben hergerichtete Tierhaut, Schriftstück, alte Handschrift auf dieser Haut’. Die Bezeichnung ist vom Namen der antiken kleinasiatischen Stadt Pergamon abgeleitet, in der die Verarbeitung von Tierhäuten zu Schreibmaterial entwickelt worden sein soll; jedenfalls dient die um 180 v. u. Z. erfundene Pergamentherstellung (nach einem Exportverbot für ägyptischen Papyrus) dem Aufbau der pergamenischen Bibliothek. Dafür spätlat. pergamēna, pergamīna, pergamēnum, woraus ahd. pergamin (9. Jh.) und (vielleicht als Neuentlehnung) frühnhd. pergamen, pergemen, pergumene sowie Pergamen (Luther, Lessing, Goethe). Die heutige Form geht auf mlat. pergamentum zurück, das ahd. periment (10. Jh.), mhd. perment, permint(e), permīt, pergmīt, mnd. perment, permet, permint, parment und (mit erneuter Anlehnung an das Mlat.) spätmhd. pergamint, pergemente ergibt. pergamenten Adj. ‘aus Pergament, wie aus Pergament, eingetrocknet, ledern’ (19. Jh.), pergamen (Lessing), permenten (16. Jh.), pirmet, permetein, birmentin (15. Jh.), mhd. per(ga)mentīn. Pergamentpapier n. ‘durchscheinendes, fettundurchlässiges Papier (zum Einwickeln von Lebensmitteln)’ (2. Hälfte 19. Jh.).
Zitationshilfe
„Pergamentpapier“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Pergamentpapier>, abgerufen am 19.08.2019.

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