Parkett, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Parkett(e)s · Nominativ Plural: Parkette/Parketts
Aussprache
WorttrennungPar-kett (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Parkett‹ als Erstglied: ↗Parkettboden · ↗Parkettfußboden · ↗Parketthandel · ↗Parkettleger · ↗Parkettreihe · ↗Parkettsitz · ↗Parkettstab
 ·  mit ›Parkett‹ als Letztglied: ↗Börsenparkett · ↗Stabparkett · ↗Tanzparkett
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Fußboden, der aus kleinen, kurzen, genormten Brettchen zusammengesetzt ist
Beispiele:
ein Parkett (ver)legen
das Parkett bohnern, versiegeln
Filzpantoffeln […] zur Schonung der kostbaren Parketts [Th. MannBetrogene9,115]
bildlich
Beispiel:
salopp eine kesse Sohle, ein Tänzchen aufs Parkett legen (= flott tanzen)
Sphäre, Bereich
Beispiele:
internationales, politisches Parkett betreten
sich auf politisches Parkett wagen
2.
die unteren Sitzreihen im Zuschauerraum eines Theaters, Kinos
Beispiele:
Parkett und Ränge waren gefüllt
die Zuschauer im Parkett
vom Parkett aus das Spiel auf der Bühne betrachten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Parkett n. ‘Fußboden aus Holztäfelung, zu ebener Erde liegender (vorderer) Teil des Zuschauerraumes im Theater, im Kino sowie die dort sitzenden Zuschauer’, in beiden Bedeutungen Entlehnung (2. Hälfte 18. Jh.) von frz. parquet, eigentlich ‘(durch Schranken) abgegrenzter Raum’, einer deminutiven Ableitung von frz. parc ‘eingehegter Raum’ (s. ↗Park). Früh bezeichnen Ableitungen von frz. parc auch gegeneinander abgegrenzte Teile von Flächen. Seit dem 17. Jh. wird frz. parquet für die aus kleinen Hartholzbrettern zusammengesetzten Fußböden gebräuchlich. Frz. Schreibung mit qu ist im Dt. bis weit ins 19. Jh. üblich.

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Aktienbörse · ↗Börse · ↗Effektenbörse · ↗Wertpapierbörse  ●  Parkett  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Holzboden · ↗Holzfußboden · Parkett

Typische Verbindungen
computergeneriert

Diplomatie Fliese Gang Händler Laminat Sohle Sprung Stimmung Stuck Teppichboden Werfer Wertpapierbörse ausrutschen begeben betreten bewegen bundespolitisch diplomatisch fegen gebohnert gesellschaftlich glatt international knarren knarrend knarzend rutschig spiegelnd wagen wirbeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Parkett‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zur Not laufen die mit dem Kopf unterm Arm übers Parkett.
Bild, 26.10.2004
Jetzt wollen sie es wenigstens den Gegnern auf nationalem Parkett zeigen.
Der Tagesspiegel, 09.12.2002
Ihr Ziel ist es dabei, als möglichst »normaler« Partner auf dem diplomatischen Parkett anerkannt zu werden.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - A. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 6219
In einem zweiten Teil des Abends saß man unten im Parkett.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1950. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1950], S. 21
Hinter dem kleinen Parkett konnten wir stehend auch die feinsten Wendungen des Spiels verfolgen, und das lohnte sich wahrlich.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 1132
Zitationshilfe
„Parkett“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Parkett>, abgerufen am 17.08.2019.

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