Pantomime, die oder der

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pantomime · Nominativ Plural: Pantomimen
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pantomimen · Nominativ Plural: Pantomimen
Aussprache
WorttrennungPan-to-mi-me
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Pantomime‹ als Letztglied: ↗Bewegungspantomime · ↗Wasserpantomime
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Darstellung einer Handlung durch Gebärde, Mienenspiel und Tanz
Grammatik: Genus Femininum, Genitiv ‘-’, Plural ‘-n’
Beispiele:
eine Pantomime einstudieren, vorführen, zeigen
er ist ein Meister der Pantomime
ein freier Phantasietanz, eine kleine komplizierte Dichtung, beinahe schon eine Pantomime, die jeder Tänzer für sich allein spielte [Hesse3,506]
2.
Künstler, Darsteller von 1
Grammatik: Genus Maskulinum, Genitiv ‘-n’, Plural ‘-n’
Grammatik: Genus Femininum, Genitiv ‘-n’, Plural ‘-n’
Beispiel:
ein berühmter französischer Pantomime
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pantomime · Pantomime
Pantomime m. ‘Gebärdenkünstler’ (18. Jh., zuvor in lat. Form Pantomimus, Ende 17. Jh.), Entlehnung aus lat. pantomīmus, griech. pantómīmos (παντόμιμος), einer in Italien (zur Zeit des Augustus) aufkommenden Bezeichnung für den ‘durch Tanz, Bewegung, Mienen- und Gebärdenspiel agierenden Schauspieler’ und für das ‘Gebärden(schau)spiel’; für letzteres steht auch lat. pantomīma, woraus Pantomime f. ‘Gebärdenschauspiel, Ballett, Gebärde, Gebärdensprache’ (Mitte 18. Jh.). Zur Zusammensetzung s. ↗pan- und ↗Mime.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gebärdenspiel · Gestenspiel  ●  Pantomime  Hauptform
Oberbegriffe
Assoziationen
Kunst
Synonymgruppe
Mimiker · ↗Mimus · Pantomime · Pantomimin · ↗Verwandlungskünstler
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akrobat Akrobatik Artist Artistik Ballett Clown Clownerie Comedy Feuerschlucker Folklore Gaukler Gesang Jongleur Kabarett Komiker Musikant Operette Performance Puppenspiel Puppenspieler Rollenspiel Schauspiel Slapstick Tanz Tanztheater Tänzer Zauberer gehörlos stumm weltberühmt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pantomime‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Warum soll ein Sänger, ein Pantomime etwas von Politik verstehen?
Süddeutsche Zeitung, 20.09.2003
Was für die Witze gilt, ließe sich auch über die Pantomime sagen.
Die Zeit, 23.12.1994, Nr. 52
Wer diese Person zuerst erraten hat, darf jetzt als Pantomime auftreten.
Braun, Anne u. Nell, Edith: Man muß sich nur zu helfen wissen, Leipzig: Verl. für die Frau 1971, S. 147
Die ehemals magischen Tänze sind umgewertet zu Pantomimen, immer aber sind sie von Sängern und Musikanten begleitet.
Hickmann, Hans: Ägyptische Musik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 2300
Die Vorführungen bestehen in symbolischen Tänzen und nicht in dramatischen Pantomimen, oft von Gesang begleitet.
Rumpf, Fritz: Zur Geschichte des Theaters in Japan. In: Glaser, Curt (Hg.), Japanisches Theater, Berlin-Lankwitz: Würfel-Verl. 1930, S. 21
Zitationshilfe
„Pantomime“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Pantomime>, abgerufen am 14.11.2019.

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