Panade

WorttrennungPa-na-de
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Kochkunst
a)
Brei aus Semmelbröseln bzw. Mehl u. geschlagenem Eigelb zum Panieren
b)
breiige Mischung (z. B. aus Mehl, Eiern, Fett mit Gewürzen) als Streck- u. Bindemittel für Farcen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Panade f. ‘Brotsuppe, Armensuppe’, Übernahme (18. Jh.) von gleichbed. frz. panade, aus prov. panado, einer Bildung zu prov. pan ‘Brot’ (lat. pānis). Dann vornehmlich (vielleicht unter Einfluß von ital. pane ‘Brot’) ‘Brei’ aus Brot, Semmel, Mehl und Brühe für Speisefüllungen (20. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fett Fisch Fleisch dick goldbraun hauchdünn knusprig kross schmecken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Panade‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Panade des Schnitzels legte den Geschmack von zu oft gebrauchtem Fett nahe.
Der Tagesspiegel, 05.06.2005
Der Geruch von Panade und Fett liegt in der Luft.
Süddeutsche Zeitung, 17.05.2000
Kaum wird das Schnitzel in der Hitze fest, löst sich die Panade ab und macht es wieder locker.
Die Zeit, 25.02.2013, Nr. 08
Erkaltet in 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit oder ohne Panade auf beiden Seiten braten.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 96
Die Wurst muß überall gut mit dieser Panade bedeckt sein.
Braun, Anne u. Nell, Edith: Man muß sich nur zu helfen wissen, Leipzig: Verl. für die Frau 1971, S. 192
Zitationshilfe
„Panade“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Panade>, abgerufen am 25.08.2019.

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