Paarung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Paarung · Nominativ Plural: Paarungen
Aussprache
WorttrennungPaa-rung (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Paarung‹ als Erstglied: ↗Paarungszeit · ↗paarungsbereit
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
das Sichpaaren
entsprechend der Bedeutung von paaren (Lesart 1)
Beispiel:
die Paarung der Singvögel findet im Frühjahr statt
2.
entsprechend der Bedeutung von paaren (Lesart 2)
Beispiele:
die Paarung gegensätzlicher Wörter
die Paarung chemischer Elemente
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Paar · paar · paaren · Paarung
Paar n. ‘zwei zusammengehörende Dinge von gleicher oder ähnlicher Beschaffenheit, zwei zusammengehörende oder eng miteinander verbundene Lebewesen verschiedenen Geschlechts’, mhd. pā̌r ‘zwei von gleicher Beschaffenheit’ (als Adjektiv ‘einem anderen gleich’), Entlehnung (nach der hd. Lautverschiebung) von lat. pār Adj. ‘von gleicher Beschaffenheit, gleich(kommend)’, substantiviert (m. f.) ‘wer sich einem anderen von gleicher Beschaffenheit zugesellt, Genosse, Genossin, Gatte, Gattin’, (n.) ‘Paar’ (in der Verbindung quinquaginta paria bovum ‘fünfzig Paar Ochsen’ mit ahd. giwet ‘Gespann’ glossiert). Vgl. mnd. pār, mnl. paer, nl. paar. paar, ein paar indeklinables Indef.pron., bezeichnet eine unbestimmte Anzahl, eine Reihe von Personen oder Sachen einer Gattung, ‘einige, wenige’ (vgl. ein paar Taler), vor Zahlen auch ‘etwas mehr als’ (16. Jh.); ursprünglich ungenauer Gebrauch von Paar (s. oben), davon orthographisch durch Kleinschreibung unterschieden. paaren Vb. ‘zwei Dinge vereinigen, Tiere zur Fortpflanzung, Zucht paarweise zusammenbringen, kreuzen’, reflexiv (besonders von Tieren) ‘sich geschlechtlich vereinigen, begatten’ (16. Jh.), frühnhd. paren ‘sich zu zweien zusammenstellen, zusammenfügen, gesellen’ (15. Jh.); dazu Paarung f. (17. Jh.). Der Wendung zu Paaren treiben ‘in die Enge treiben, in die Flucht schlagen’ (18. Jh.) liegt vielleicht zum parn, barn bringen ‘zur Krippe, zum Stall treiben’ (16. Jh.) zugrunde, indem unverstandenes parn, mhd. barn(e), zerdehnt baren, ahd. barno ‘Krippe’ (zu ahd. beran ‘tragen’, s. ↗gebären) volksetymologisch an Paar angeschlossen wird. Oder zu mhd. bēr(e) ‘sackförmiges Fischnetz’, aus lat. pēra, griech. pḗra (πήρα) ‘Beutel, Ranzen’, also eigentlich ‘jmdn. in ein (Fisch-, Fang)netz treiben’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Achtelfinale Aufzucht Auslosung Balz Chromosom Eiablage Insekt Männchen Partnerin Rund Theaterwelt Viertelfinale Weib abgründig auffressen auslosen folgend gesetzt innig interessant konservativ-liberal losen merkwürdig reizvoll seltsam topgesetzt vollzogen vorausgehen wechselnd zufällig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Paarung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und natürlich sind sie alle, in wechselnden Paarungen, miteinander verfeindet.
Der Tagesspiegel, 08.09.2003
Für ein wirkliches Drama andererseits ist "Das Ende der Paarung" zu laut, zu penetrant hysterisch.
Bild, 07.02.2000
Bei der Paarung kommt es nicht immer, aber häufig zu einer Wahl.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 22
Auf diesem Stadium der Paarung können sie noch leicht getrennt werden.
Grell, Karl G.: Protozoologie, Berlin u. a.: Springer 1956, S. 105
Diese Bereiche ergeben sich zufällig und liegen in individuellen Paarungen an verschiedenen Stellen.
Bresch, Carsten: Klassische und molekulare Genetik, Berlin u. a.: Springer 1965 [1964], S. 162
Zitationshilfe
„Paarung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Paarung>, abgerufen am 20.10.2019.

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