Organist, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Organisten · Nominativ Plural: Organisten
Aussprache
WorttrennungOr-ga-nist (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
eWDG, 1974

Bedeutung

an einer Hochschule ausgebildeter, von einer großen Kirchengemeinde oder auch an einer Musikhochschule angestellter Musiker, der die Orgel spielt und den Chor, Kirchenchor leitet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Orgel · Drehorgel · orgeln · Organist · Orgelpfeife
Orgel f. größtes Musikinstrument, bei dem durch Tasten sowie Pedal und Luftzuführung Pfeifen in verschiedenen Klangfarben zum Tönen gebracht werden. Ahd. organa (9. Jh.), Plur. (mit Dissimilation) orgalūn (Hs. 12. Jh.), mhd. organā, organe, orgene, orgel(e) ist entlehnt aus lat. organa, dem häufig gebrauchten Plural von lat. organum ‘Musikinstrument, Pfeifen-, Orgelwerk’, auch ‘Werkzeug’, griech. órganon (ὄργανον) ‘Werkzeug, Gerät, Instrument, Sinneswerkzeug, Organ’ (s. ↗Organ). Drehorgel f. ‘Leierkasten’ (Mitte 18. Jh.). orgeln Vb. ‘Orgel spielen’, spätmhd. orgelen; auch ‘tiefe, brausende, orgelähnliche Töne hervorbringen’ (18. Jh.), vom Hirsch ‘röhren’. Organist m. ‘Orgelspieler’, mhd. organiste, mlat. organista. Orgelpfeife f. (15. Jh.); vgl. wie die Orgelpfeifen ‘der Größe nach’ (2. Hälfte 16. Jh.).

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Organist · Orgelmusiker · ↗Orgelspieler
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Opfermann  ●  Offermann  niederdeutsch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auenkirche Barockorgel Cembalist Chordirigent Chorleiter Dirigent Johanniskirche Kantor Kapellmeister Kirchenmusiker Komponist Küster Marienkirche Mesner Musikdirektor Musikforscher Musiklehrer Musikwissenschaftler Nikolaikirche Organist Orgel Orgelbauer Peterskirche Pianist Schlagzeuger Spieltisch Thomaskirche Trompeter Violinist Westminster Abbey

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Organist‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich habe hierher schon weltberühmte Organisten eingeladen, und es kamen ganze 50 Hörer.
Süddeutsche Zeitung, 30.08.2001
Er war Organist in der Kirche, Musik war für mich wie eine beständig verfügbare Quelle.
Die Zeit, 01.03.1996, Nr. 10
Nur so konnte er das hilflose Spiel des Organisten ertragen.
Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 378
Im Barock wurde er von den Organisten (auch von J. S. Bach) geschätzt.
o. A.: Z. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 16194
Einige Jahre wirkte er dann als Organist der preußischen Gesandtschaftskapelle in Rom.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 156
Zitationshilfe
„Organist“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Organist>, abgerufen am 23.05.2019.

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