Olle, die oder der

GrammatikSubstantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Ollen · Nominativ Plural: Olle(n)
Mit Pluralendung -n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Ollen, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einige Olle.
WorttrennungOl-le (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

landschaftlich, salopp (alter) Mensch
siehe auch alt (Lesart 2)
Beispiele:
der Olle muss den ganzen Tag schimpfen
sie hatten bei der Ollen kein Glück
ein Oller saß auf der Bank
das muss ich meiner Ollen (= meiner Frau) erzählen

Thesaurus

Synonymgruppe
Angetraute · ↗Ehegattin · ↗Frau · ↗Gattin · frisch Vermählte  ●  ↗Ehefrau  Hauptform · ↗Alte  derb · ↗Ehegemahlin  geh. · ↗Ehegespons  geh. · ↗Eheweib  geh. · ↗Gebieterin  geh., ironisch · ↗Gemahlin  geh. · ↗Gespons  geh., veraltet · Olle  derb · ↗Weib  derb · bessere Hälfte  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf die Olle und die Kinder verzichtete der gläubige Mann demütig.
Die Zeit, 30.12.2002 (online)
Zu diesem Behufe machte man sich daran, "Olle Kamellen" auszugraben.
Berliner Tageblatt (Sonntags-Ausgabe), 16.02.1902
Saab-Informationschef Olle Axelsson sieht keine größeren Veränderungen auf das Unternehmen zukommen.
Die Welt, 19.07.1999
Olle Olsson (49) wird neuer Trainer des Handball-Bundesligisten VfL Gummersbach.
Süddeutsche Zeitung, 20.06.1997
Morgen kommt Hildegard und Olle Heinz und nächste Woche ist Nanni wieder da.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 24.09.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Olle“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Olle>, abgerufen am 14.10.2019.

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