Okkasionalismus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungOk-ka-si-ona-lis-mus · Ok-ka-sio-na-lis-mus
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Philosophie von dem französischen Philosophen R. Descartes (1596 bis 1650) ausgehende Theorie, nach der die Wechselwirkung zwischen Leib und Seele auf direkte Eingriffe Gottes zurückgeführt wird
2.
Sprachwissenschaft, veraltend bei einer bestimmten Gelegenheit, in einer bestimmten Situation gebildetes (nicht lexikalisiertes) Wort

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Ad-hoc-Bildung · Ad-hoc-Wortbildung · Augenblicksbildung · ↗Gelegenheitsbildung · Okkasionalismus
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gott allein schafft, wo der Anlaß besteht, die Wirkung (metaphysischer Okkasionalismus).
Stache, W.: Geulincx. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 16109
Der ganze Okkasionalismus ist eine aus Verlegenheit entstandene theologische Wortmacherei, die nur traditionell in jeder Geschichte der Philosophie behandelt wird.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 10886
Zitationshilfe
„Okkasionalismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Okkasionalismus>, abgerufen am 15.10.2019.

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