Odermennig, der oder die

GrammatikSubstantiv (Maskulinum, Femininum)
WorttrennungOder-men-nig (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Pflanze mit gefiederten Blättern und gelben, in ährenförmiger Traube angeordneten Blüten, die an Feld- und Wegrändern wächst
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Odermennig m. f. Ackerkraut, häufig an Wegrändern, ehedem als Heilkraut verwendet, ahd. avermonia f. (11. Jh.), mhd. odermenie f. (13. Jh.), frühnhd. oder-, adermeng (15. Jh.), hervorgegangen aus lat. agrimōnia, dieses (unter volksetymologischer Anlehnung an lat. ager ‘Acker’) aus lat. argemōnia, griech. argemṓnē (ἀργεμώνη), zu griech. árgemon (ἄργεμον) ‘weißer Fleck im Auge’, árgemos (ἄργεμος) ‘weiße Flecke auf den Fingernägeln’, griech. argḗs (ἀργής) ‘blendend weiß, glänzend’. Die Pflanze galt als Heilmittel gegen weiße Flecke, in dt. Mundarten (Adermeng, -mennig, -münn, -menneken) bei volksetymologischer Anlehnung an Ader gegen Hämorrhoiden (im Volksmund Goldader). Vgl. Marzell 1, 139 f. u. 1325.
Zitationshilfe
„Odermennig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Odermennig>, abgerufen am 20.04.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Oderbruch
oder
Odeon
öden
ödematös
Odeum
Odeur
OdF
Ödheit
Ödigkeit