Ode, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ode · Nominativ Plural: Oden
Aussprache
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Ode‹ als Letztglied: ↗Antode
eWDG, 1974

Bedeutung

ernstes, feierliches, lyrisches Gedicht, das in freien Rhythmen erhabene Stoffe und die von ihnen ausgelösten Gefühle in gehobener Sprache darstellt
Beispiele:
eine Ode von Klopstock
die Oden von Horaz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ode f. ‘feierliches lyrisches Gedicht’, Entlehnung (Anfang 17. Jh.) in die dt. Dichtersprache des Barock von lat. ōdē, griech. ōdḗ, unkontrahiert aoidḗ (ᾠδή, ἀοιδή) ‘Gesang, Lied’; zu griech. ā́dein, unkontrahiert aé͞idein (ἀδειν, ἀείδειν) ‘(be)singen’. Einfluß von frz. ode f. (15. Jh.) ist wahrscheinlich. S. auch ↗Komödie, ↗Tragödie, ↗Melodie, ↗Parodie.

Thesaurus

Synonymgruppe
Ode [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ballade Elegie Epigramm Freude Hymne Hymnus Kanon Nachtigall Sonett Strophe Symphonie Versmaß Vertonung Westwind alkäisch anstimmen auserlesen berlinisch besingen deklamieren dichten elementar humanistisch klopstocksch pythisch sapphisch schillersch sinfonisch verfassen vertonen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ode‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Klingt vielleicht unspektakulär, ist aber eine wundervolle Ode an das Scheitern.
Süddeutsche Zeitung, 05.11.2001
Er stimmte die "Ode an die Freude" an, polnisch in der Form, doch europäisch im Inhalt.
Die Welt, 16.05.2000
Die einzelnen Oden lehnen sich inhaltlich an die neun biblischen Oden an.
Vischer, L.: Kanon. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 20214
Ode seit langer Zeit keine zusammenfassenden Darstellungen mehr versucht worden sind.
Albrecht, Hans u. Buck, August: Humanismus. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 37767
In den folgenden Oden tritt dann die Vision langsam zurück, zuerst nur an den äußersten Rändern wie ein leichtes Abwelken des Lichtes spürbar.
Le Fort, Gertrud von: Das Schweißtuch der Veronika, Frankfurt a. M.: Fischer 1959 [1928], S. 130
Zitationshilfe
„Ode“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Ode>, abgerufen am 14.12.2018.

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