Nudel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Nudel · Nominativ Plural: Nudeln
Aussprache
WorttrennungNu-del
Wortbildung mit ›Nudel‹ als Erstglied: ↗Nudelauflauf · ↗Nudelbrett · ↗Nudelgericht · ↗Nudelholz · ↗Nudelmaschine · ↗Nudelsalat · ↗Nudelsuppe · ↗Nudelteig · ↗Nudeltopf · ↗Nudelwalker · ↗nudeldick
 ·  mit ›Nudel‹ als Letztglied: ↗Bandnudel · ↗Betriebsnudel · ↗Brühnudel · ↗Dampfnudel · ↗Eiernudel · ↗Erdäpfelnudeln · ↗Fadennudel · ↗Giftnudel · ↗Poolnudel · ↗Sternchennudel
 ·  mit ›Nudel‹ als Grundform: ↗-nudel
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
meist im Plural
Teigware, Eierteigware von verschiedenartiger Form, die aus einem Weizenteig hergestellt, dann getrocknet ist und in siedendem Wasser gekocht wird
Beispiele:
Brühe mit Nudeln
die Nudeln in siedendes Wasser einstreuen
Nudeln essen, kochen, (selbst) zubereiten
selbstgemachte Nudeln
2.
meist im Plural
in schwimmendem Fett gebackenes Hefegebäck
3.
in Verbindung mit bestimmten Adjektiven
salopp, scherzhaft, übertragen bezeichnet eine Person   Person, Mensch
Beispiele:
du bist ja eine komische, putzige Nudel
berlinisch du bist ja eine dufte Nudel
so eine freche, giftige Nudel!
sie ist eine ziemlich dicke Nudel
Zwei Berliner ... einer, eine ulkige Nudel, mit dicken Backen, Sommersprossen [A. ZweigErziehung172]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nudel · nudeln
Nudel f. ‘in Fett schwimmend gebackener Hefeteig, (in Streifen geschnittene) Eierteigware’ (16. Jh.). Herkunft ungeklärt. Vielleicht zu ↗Knödel (s. d.). Kramer in: Die Schlern 64 (1990) 97 ff. vermutet Entlehnung aus grödner. menudli, dieses aus lat. minūtulus ‘winzig, zerkleinert’. nudeln Vb. ‘(mit Nudeln) vollstopfen, mästen’ (belegt Ende 18. Jh., wohl älter).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bohne Brot Gemüse Gulasch Kartoffel Keks Ketchup Mehl Müsli Olivenöl Parmesan Pizza Reis Salat Salzwasser Sauce Soße Suppe Tomate Tomatensauce Tomatensoße Trüffel abgießen andersgelb gebraten gekocht handgemacht hausgemacht kochen selbstgemacht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nudel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Je schärfer sie sind, um so besser halten sie die Nudel.
Die Welt, 01.07.2003
Vor den Spielen mache ich mir meistens Nudeln, das geht noch.
Der Tagesspiegel, 03.09.1999
Ich gieße die Nudeln ab und gebe ihm einen Teil.
Bach, Tamara: Marsmädchen, Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger 2003, S. 43
Danach wird die Masse durch Abkühlen zum Erstarren gebracht, in kleine Stücke, sogenannte Nudeln, zerschnitten und durch Auswässern von den gelösten Salzen befreit.
Welt und Wissen, 1929, Nr. 3, Bd. 18
Und zwanzig Minuten vorher muß man die Nudeln in kochendes Wasser werfen!
Kästner, Erich: Das doppelte Lottchen, Hamburg: Dressler 1996 [1949], S. 67
Zitationshilfe
„Nudel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Nudel>, abgerufen am 26.06.2019.

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