Nonchalance, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Nonchalance · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungNon-cha-lance (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1974

Bedeutung

gehoben Ungezwungenheit, Formlosigkeit
Beispiele:
mit einer gewissen, affektierten Nonchalance steckte er seine Linke in die Hosentasche
seine Haltung zeigte gespielte Nonchalance
»Und vielleicht ein wenig zu viel Nonchalance im Benehmen, Tom, wie?« [Th. MannBuddenbrooks1,340]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nonchalance · nonchalant
Nonchalance f. ‘Lässigkeit, Ungezwungenheit, Unbekümmertheit’ (2. Hälfte 17. Jh.) und nonchalant Adj. ‘lässig, ungezwungen, formlos, unbekümmert’ (Anfang 18. Jh.), Entlehnungen von frz. nonchalance und nonchalant gleicher Bedeutung. Voraus gehen afrz. nonchalance ‘Unbekümmertheit, Gleichgültigkeit’ und nonchalant ‘sich nicht kümmernd’, letzteres adjektivisch gebrauchtes Part. Präs. von afrz. nonchaloir ‘sich nicht kümmern, gleichgültig bleiben’, einer Zusammensetzung von afrz. chaloir ‘wichtig, angelegen sein, am Herzen liegen’ (lat. calēre ‘warm, heiß sein, beunruhigt werden, entflammt sein’) mit afrz. non ‘nicht’ (lat. nōn).

Thesaurus

Synonymgruppe
Lässigkeit · ↗Unbekümmertheit · ↗Ungeniertheit · ↗Ungezwungenheit · ↗Zwanglosigkeit  ●  ↗Coolness  engl. · Nonchalance  franz.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Charme Eleganz Hauch Lässigkeit Mischung Umgang aristokratisch begegnen behandeln beiläufig bemerkenswert erstaunlich gespielt gewiss gleich grandios heiter hinweggehen hinwegsetzen ironisch lächelnd lässig solch verbergen vereinen weltmännisch überspielen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nonchalance‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Nonchalance, mit der die atomare Last getragen wird, ist typisch.
Die Zeit, 14.06.1974, Nr. 25
Allerdings hat ihm die unbekümmerte Nonchalance seines Auftretens auch den Ruf eingebracht, nachlässig und faul zu sein.
Der Tagesspiegel, 21.03.1999
Das Stöckchen unter dem Arm sorgte für eine Prise Nonchalance.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München: Piper 2001 [1999], S. 79
Ihn machte die Nonchalance wütend, mit der die Deutschen Goethe vereinnahmten, um mit ihrer jüngsten Vergangenheit ins Reine zu kommen.
Lepenies, Wolf: Kultur und Politik, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 388
Die Tatsache, daß die Herrschaft des Bürgertums in Gestalt dieses Gründungskanzlers durch beträchtliche institutionelle Nonchalance ausgezeichnet war, macht nachdenklich.
Schwarz, Hans-Peter: Anmerkungen zu Adenauer, München: Deutsche Verlags-Anstalt 2005 [2004], S. 193
Zitationshilfe
„Nonchalance“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Nonchalance>, abgerufen am 21.05.2019.

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