Nickel, das oder der

GrammatikSubstantiv (Neutrum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Nickels · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungNi-ckel (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Nickel‹ als Erstglied: ↗Nickelbeschlag · ↗Nickelbrille · ↗Nickelerz · ↗Nickelgeld · ↗Nickelhahn · ↗Nickelhochzeit · ↗Nickelkanne · ↗Nickelmünze · ↗Nickelstahl · ↗Nickelvitriol · ↗nickelbeschlagen
 ·  mit ›Nickel‹ als Grundform: ↗vernickeln
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
neutr.
silbrig glänzendes Schwermetall
Beispiele:
Gefäße aus Nickel
eine Legierung aus Kupfer und Nickel
2.
mask.
veraltet, umgangssprachlich Nickelmünze
Beispiel:
Er brachte auch immer wieder ... ein paar Nickel für Schnaps und Tabak mit [Hesse1,826]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nickel1 · Nickel2
Nickel1 m. der Eigenname, gekürzt aus Nikolaus (15. Jh.), wird zum Scheltwort ‘Taugenichts, mutwilliger, eigensinniger Mensch’ (16. Jh., auch in der Gegenüberstellung die großen Hansen und kleinen Nickel), ‘eigenwilliges oder leichtfertiges Mädchen’ und ‘kleines, schlechtes Pferd’ (17. Jh.). Auf die aus Nikolaus entstandene Verwendung des Namens für Geringgeschätztes und Minderwertiges geht auch Nickel2 n. m. als Bezeichnung für ein silbrig glänzendes Metall zurück, das in die Zusammensetzung Kupfernickel (omd. 1725) für ein kupferrotes (aber kein Kupfer enthaltendes) Erz (Rotnickelkies) eingegangen ist. Bergleute des Erzgebirges haben, ähnlich wie bei ↗Wolfram (s. d.), das vermeintlich unbrauchbare Erz mit einem Scheltwort belegt (s. auch ↗Kobalt). Der schwedische Mineraloge Cronstedt entdeckt darin 1751 das Metall und nennt es 1754 in einer deutschsprachigen Schrift (schwed. kopparnickel, dt. Kupfernickel kürzend) Nickel. Herleitung aus Nickel ‘Kobold, kleiner Mensch’ wird gestützt durch das Genus, das von Adelung (1777), Campe (1809) und weiter im 19. Jh. als Mask. angegeben wird. Das Neutrum setzt sich in Analogie zu anderen Metallbezeichnungen oder nach nlat. niccolum Ende des 19. Jhs. durch.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aluminium Arsen Arsis Blei Cadmium Chrom Eisen Eisenerz Industriemetall Kobalt Kochsalz Kupfer Legierung Magnesium Mangan Messing Metall Molybdän Palladium Platin Quecksilber Schwefel Schwermetall Silber Titan Vanadium Zink Zinn Zitrusfrucht metallisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nickel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nickels hofft, daß in dieser Frage das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.
Die Welt, 15.04.2005
So setzt sich auch Nickel angesichts des Sterbens mit dem Sinn des Lebens auseinander.
Die Zeit, 08.11.1985, Nr. 46
Anna Nickel, die gleichfalls die Tochter eines Bauern war, kam sogleich in eine lebhafte Unterhaltung mit Rose.
Trott, Magda: Puckis neue Streiche, Stuttgart: Titania (1951) [1920], S. 83
Diese Forscher hydrierten organische Verbindungen im gasförmigen Zustande mit fein verteiltem Nickel.
Langenbeck, Wolfgang: Lehrbuch der Organischen Chemie, Dresden: Steinkopff 1938, S. 20
In den beschriebenen Verbindungen besitzt Nickel in der Regel eine oktaedrische Konfiguration.
o. A.[Autorenkollektiv]: Chemie der Pseudohalogenide, Heidelberg: Hüthig 1979 [1978], S. 334
Zitationshilfe
„Nickel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Nickel#1>, abgerufen am 16.10.2019.

Weitere Informationen …

Nickel, der

GrammatikEigenname (Maskulinum) · Genitiv Singular: Nickels · Nominativ Plural: Nickel
WorttrennungNi-ckel (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Nickel‹ als Erstglied: ↗nickelig · ↗nicklig  ·  mit ›Nickel‹ als Letztglied: ↗Bosnickel · ↗Lausenickel
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp, scherzhaft eigensinniges, mutwilliges Kind
Beispiele:
so ein kleiner Nickel!
warte nur, du Nickel!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nickel1 · Nickel2
Nickel1 m. der Eigenname, gekürzt aus Nikolaus (15. Jh.), wird zum Scheltwort ‘Taugenichts, mutwilliger, eigensinniger Mensch’ (16. Jh., auch in der Gegenüberstellung die großen Hansen und kleinen Nickel), ‘eigenwilliges oder leichtfertiges Mädchen’ und ‘kleines, schlechtes Pferd’ (17. Jh.). Auf die aus Nikolaus entstandene Verwendung des Namens für Geringgeschätztes und Minderwertiges geht auch Nickel2 n. m. als Bezeichnung für ein silbrig glänzendes Metall zurück, das in die Zusammensetzung Kupfernickel (omd. 1725) für ein kupferrotes (aber kein Kupfer enthaltendes) Erz (Rotnickelkies) eingegangen ist. Bergleute des Erzgebirges haben, ähnlich wie bei ↗Wolfram (s. d.), das vermeintlich unbrauchbare Erz mit einem Scheltwort belegt (s. auch ↗Kobalt). Der schwedische Mineraloge Cronstedt entdeckt darin 1751 das Metall und nennt es 1754 in einer deutschsprachigen Schrift (schwed. kopparnickel, dt. Kupfernickel kürzend) Nickel. Herleitung aus Nickel ‘Kobold, kleiner Mensch’ wird gestützt durch das Genus, das von Adelung (1777), Campe (1809) und weiter im 19. Jh. als Mask. angegeben wird. Das Neutrum setzt sich in Analogie zu anderen Metallbezeichnungen oder nach nlat. niccolum Ende des 19. Jhs. durch.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aluminium Arsen Arsis Blei Cadmium Chrom Eisen Eisenerz Industriemetall Kobalt Kochsalz Kupfer Legierung Magnesium Mangan Messing Metall Molybdän Palladium Platin Quecksilber Schwefel Schwermetall Silber Titan Vanadium Zink Zinn Zitrusfrucht metallisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nickel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nickels hofft, daß in dieser Frage das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.
Die Welt, 15.04.2005
So setzt sich auch Nickel angesichts des Sterbens mit dem Sinn des Lebens auseinander.
Die Zeit, 08.11.1985, Nr. 46
Anna Nickel, die gleichfalls die Tochter eines Bauern war, kam sogleich in eine lebhafte Unterhaltung mit Rose.
Trott, Magda: Puckis neue Streiche, Stuttgart: Titania (1951) [1920], S. 83
Diese Forscher hydrierten organische Verbindungen im gasförmigen Zustande mit fein verteiltem Nickel.
Langenbeck, Wolfgang: Lehrbuch der Organischen Chemie, Dresden: Steinkopff 1938, S. 20
In den beschriebenen Verbindungen besitzt Nickel in der Regel eine oktaedrische Konfiguration.
o. A.[Autorenkollektiv]: Chemie der Pseudohalogenide, Heidelberg: Hüthig 1979 [1978], S. 334
Zitationshilfe
„Nickel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Nickel#2>, abgerufen am 16.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Nichtzutreffende
Nichtzustandekommen
Nichtzulassung
nichtzielend
Nichtzahlung
Nickelbeschlag
nickelbeschlagen
Nickelbrille
Nickelerz
Nickelgeld