Neckerei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Neckerei · Nominativ Plural: Neckereien
Aussprache
WorttrennungNe-cke-rei (computergeneriert)
Wortzerlegungnecken-erei
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich (fortwährendes) Necken
Beispiele:
eine gegenseitige, harmlose, ausgelassene Neckerei
(mit jmdm.) eine kleine Neckerei treiben, versuchen
er war durch diese dauernden Neckereien gereizt
sich [Dativ] mit Neckereien die Zeit verkürzen
Der Vormittag ... sei unter Neckereien dahingegangen [GoesGabe64]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

necken · Neckerei · neckisch
necken Vb. ‘jmdn. zum Scherz reizen, zum besten halten’, spätmhd. (md.) necken, neggen ‘reizen, beunruhigen, quälen, plagen’ (vgl. ahd. binecken ‘necken, herausfordern’, 11. Jh.) ist eine Intensivbildung zu dem unter ↗nagen (s. d.) behandelten nordgerm. und westgerm. Verb und bedeutet zunächst ‘plagen, quälen’; vgl. schwed. nagga ‘beißen, plagen’. Vom Omd. ausgehend, bleibt necken bis ins 17. Jh. selten und dringt erst im 18. Jh. in der Literatursprache durch. Die Auffassung ‘ernsthaft plagen, quälen’ tritt im 19. Jh. gegenüber ‘hänseln, foppen, harmlose Scherze mit jmdm. treiben’ völlig zurück. Neckerei f. ‘gutmütige Stichelei, harmloser Scherz’ (18. Jh.). neckisch Adj. ‘lustig, schelmisch, mutwillig’, mhd. (md.) neckisch ‘boshaft, tückisch’, seit dem 16. Jh. auch ‘possenhaft, zum Necken aufgelegt’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Neckerei · ↗Schelmerei  ●  ↗Fopperei  ugs. · ↗Frotzelei  ugs. · ↗Häkelei  ugs., österr. · ↗Hänselei  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

gutartig harmlos

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Neckerei‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die kleinen Neckereien, zu denen beide sich zwischen ihren Statements aufschwangen, wirkten bemüht.
Der Tagesspiegel, 25.01.2005
Er hätte sich von der Neckerei des Lehrers nicht in dieser Weise übermannen lassen sollen.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 03.04.1928
Von unseren längst erkalteten Scherzen und Neckereien will ich hier nichts aufwärmen.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 5033
Auch zwischen ihnen gab es oft Neckereien und scherzhafte Wortgefechte.
Ury, Else: Nesthäkchen fliegt aus dem Nest, Stuttgart: K. Thienemanns 1997 [1920], S. 107
Während sich der Zwerg in die Prinzessin verliebt, sind ihre Spiele kindlich boshafte Neckereien.
Fath, Rolf: Rollen - Z. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 17217
Zitationshilfe
„Neckerei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Neckerei>, abgerufen am 18.06.2019.

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