Nagelfluh, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungNa-gel-fluh (computergeneriert)
WortzerlegungNagel1Fluh
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Geologie (im Alpenraum vorkommendes) Konglomerat aus Geröllen kristalliner Silikatgesteine, besonders der Molasse
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fluh · Nagelfluh
Fluh f. südd. schweiz. ‘steile Felswand, schroffer Felsabsturz’, ahd. fluoh (8./9. Jh.), mhd. vluo, aengl. flōh ‘Felsstück, Fliese’, anord. flō ‘dünne Schicht’. Ein Anschluß an die Gutturalerweiterung ie. *pelǝg-, *plāg- der Wurzel ie. *pelə-*, *plā- ‘breit und flach, ausbreiten’ (s. ↗flach, ↗Feld) ist anzunehmen. Nagelfluh f. Konglomerat von Steinen, die wie Nägelköpfe aus dem Fels hervorstehen (18. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nagelfluh, eine Art Preßschotter, bildete das gebräuchlichste Baumaterial der mittelalterlichen Stadt.
Die Zeit, 25.07.1997, Nr. 31
Der Nagelfluh bildet Höhlen, in denen Vögel nisten könnten und es auch tun.
Süddeutsche Zeitung, 13.07.1998
In dem von Arkaden aus Nagelfluh umsäumten Hof hängt lappig eine weiße Fahne mit einem bunten Tier von Dubuffet.
Süddeutsche Zeitung, 04.08.2003
Linkerhand der Paßhöhe, unter einer baumbestandenen, der Aussicht gewidmeten Kuppe, fanden wir ein Loch in der Nagelfluh.
Die Zeit, 01.11.1968, Nr. 44
Zitationshilfe
„Nagelfluh“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Nagelfluh>, abgerufen am 20.07.2019.

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