Muslim, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungMus-lim (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Muslim‹ als Erstglied: ↗muslimisch  ·  mit ›Muslim‹ als Letztglied: ↗Nichtmuslim  ·  mit ›Muslim‹ als Grundform: ↗Muslima
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

Synonym zu Moslem
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Muslim · Moslem · Muselmann · Mohammedaner
Muslim, Moslem, Muselmann m. Anhänger des Islam, Entlehnung (19. Jh.) von arab. muslim ‘der sich (Allah, dem Glauben) Unterwerfende’. In älterer Sprache dafür (unter Angleichung an nhd. Mann) Musulmann (17. Jh.), auch Muselmann (Plural Muselmannen, Muselmänner), nach ital. musulmano, frz. mus(s)ulman, die den Pluralformen türk. müslüman, pers. musulmān, muslimān folgen, und Mohammedaner m. ‘Anhänger der Lehren Mohammeds’, Mahometaner (17. Jh.), eine Substantivierung von Mohammedanus, Mahometanus Adj., zu Mahommetus, Muhamedus, dem latinisierten Namen Mohammed, arab. Muḥammad; vgl. französiertes Mahomet, woraus frz. Mahumétan.

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Moslem  ●  Islamit  veraltet · ↗Mohammedaner  veraltet · ↗Muselman  veraltet · Muselmane  veraltet · ↗Muselmann  veraltet · Muslim  Hauptform · Muslimin  weibl., Hauptform · Musel  ugs., abwertend, veraltet
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Buddhist Christ Druse Hindu Jude Kroate Massaker Nichtmuslima Serbe Sikh Völkermord Zentralrat abtrünnig betend bosnisch eingeschlossen extremistisch fanatisch fromm fundamentalistisch gemäßigt gläubig lebend militant moderat radikal schiitisch slawisch strenggläubig sunnitisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Muslim‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der Praxis jedoch sind die Muslime genau an dieser deutschen Verfassung stets gescheitert.
Die Zeit, 20.03.2006, Nr. 12
Der Islam als einigendes Band sprach nur die Muslime des Osmanischen Reiches an.
Heine, Peter: Osmanen. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 6269
Hindu und Muslime waren fast gleichberechtigt und wurden gegeneinander ausgespielt.
Majumdar, A. K.: Indien im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 2424
Auch in den modernen politischen Schriften von Muslimen ist dieser Zug immer wieder zu finden.
Watt, Montgomery: Der Islam. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1965], S. 25658
Die ersten Muslime schneiden sich bereits die Bärte ab und tragen schwarze Pilotenbrillen.
Riedel, Susanne: Eine Frau aus Amerika, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 70
Zitationshilfe
„Muslim“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Muslim>, abgerufen am 24.03.2019.

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