Moralität, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungMo-ra-li-tät (computergeneriert)
formal verwandt mitMoral
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
bildungssprachlich moralische Haltung; sittliches Empfinden, Verhalten; Sittlichkeit
2.
Literaturwissenschaft mittelalterliches Drama von lehrhafter Tendenz u. mit Personifizierung u. Allegorisierung abstrakter Begriffe wie Tugend, Laster, Leben, Tod o. Ä.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wo aber, fragt er, finden sich in der Dichtung dieser Zeit Moralitäten von poetischem Rang?
Die Zeit, 25.11.1960, Nr. 48
Es gibt in solchen Moralitäten immer ein paar Merksätze, die man sich ruhig notieren sollte.
Süddeutsche Zeitung, 04.03.2000
Lyotard tritt noch einmal an, unter dem bezeichnenden Titel Postmoderne Moralitäten.
Die Zeit, 31.03.1999, Nr. 14
Eine besondere Art der M. waren die gegen Ende des 14. Jh. aufgekommenen Moralitäten, in denen abstrakte Eigenschaften personifiziert wurden.
o. A.: L. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 21003
Die dramat. Darstellungen sind auch in England aus dem kath. Kultus hervorgegangen; aus den Mirakeln entwickelten sich die Moralitäten und die komischen Zwischenspiele.
o. A.: E. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 5639
Zitationshilfe
„Moralität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Moralität>, abgerufen am 25.04.2019.

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