Monokratie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungMo-no-kra-tie
Wortzerlegungmono--kratie
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Alleinherrschaft, Herrschaft eines Einzelnen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der modernen Welt, in der Welt der Verfassungen der vom Volk überwachten Gewaltenteilung, erscheint die absolute Monokratie als grundsätzlich nicht richtig.
o. A.: Einhunderteinundsiebzigster Tag. Donnerstag, 4. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 12555
In einer Monokratie aber hätten die Ausführenden noch weniger als sonst das Recht oder die Pflicht, Gesetze und Verordnungen auf ihre Legalität nachzuprüfen.
Die Zeit, 03.10.1946, Nr. 33
Politisch bezeichnet Jäckel Hitlers Herrschaft überzeugend als »Monokratie«, als das welthistorisch seltene Phänomen der ausschließlichen Herrschaft einer einzelnen Person.
Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 283
Die Gruppe 47 lebte von der benevolenten Monokratie eines einzigen Mannes namens Hans Werner Richter.
Die Zeit, 08.07.1977, Nr. 28
Warum sieht dieser Papst nicht ein, dass die Uhr für eine solche Kirchenordnung, die dieser Papst als caesaropapistische Monokratie versteht, längst abgelaufen ist?
Süddeutsche Zeitung, 30.09.2000
Zitationshilfe
„Monokratie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Monokratie>, abgerufen am 13.11.2019.

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